Pressestimmen

Presseberichte (aus Print- und Onlinemedien) zum
NABU Emsland Nord und zur
BSH (Biologischen
Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems ev.)

Aus dem General-Anzeiger vom 3. Januar 2015

Nabu will’s wissen: Wer piept hier noch imWinter?

Vogelfreunde lauern jetzt wieder mit Block und Stift im Garten. Auch die Daten aus demOberledingerland sind gefragt. ZumBeobachten sucht man sich ambesten ein ruhiges Plätzchen.

Ingo Rieken von Befis Naturgarten in Burlage und Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) Emsland Nord verrät im Interview, was es mit der Zählung auf sich hat.

 

VON MARION JANßEN

 

GENERAL-ANZEIGER: Der Nabu ruft zur „Stunde der Wintervögel" auf – was ist das?

INGO RIEKEN: Im Mittelpunkt der Aktion stehen die uns vertrauten und oft weit verbreiteten Vogelarten. Wo kommen sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden? Je genauer wir über solche Fragen Bescheid wissen, desto besser kann sich der Nabu für den Schutz der Vögel stark machen. Die Freude an der Naturbeobachtung steht bei der „Stunde der Wintervögel" ganz klar im Vordergrund.

 

GA: Kann da jeder mitmachen?

RIEKEN: Jeder, der Interesse an unserer heimischen Vogelwelt hat, ist herzlich eingeladen, an unserer Aktion teilzunehmen.

 

GA: Wie gehe ich denn am besten vor beim Zählen?

RIEKEN: Von einem ruhigen Plätzchen aus werden eine Stunde lang die Vögel an einer ausgewählten Stelle beobachtet. Von jeder Vogelart wird die höchste Anzahl notiert, die man gleichzeitig an dieser Stelle sieht. Eine besondere Qualifikation außer dem Interesse an der Vogelwelt ist nicht erforderlich. Auf der Internetseite des Nabu gibt es Zählhilfen und Abbildungen der hier lebenden Wintervögel. Die Unterlagen kann man sich auch zuschicken lassen.

 

GA: Welche Vögel werden einem hier im Oberledingerland wahrscheinlich begegnen?

RIEKEN: Die Vögel, die man hier am meisten antreffen wird, sind zum Beispiel Kohlmeisen und Blaumeisen, Amseln, Buch- und Grünfinken, Kleiber, Buntspechte, Rotkehlchen und Sperlinge. Wer in der Nähe von kleinen Gräben und Flüssen wohnt, kann sich oft auch über den Besuch von Teichhühnern freuen.

 

GA: Gibt es auch seltene Vögel, über deren Beobachtung sich der Vogelzähler besonders freuen würde?

RIEKEN: Größere Überraschungen gibt es eher bei den Zählungen im Frühjahr, dann, wenn die Zugvögel zurück sind. Dann ist es schon ein Highlight, den seltenen Trauerschnäpper oder den Gartenrotschwanz – nicht mit dem Hausrotschwanz verwechseln – zu beobachten. Aber auch im Winter kann man zum Beispiel mal das Wintergoldhähnchen antreffen – den kleinsten Vogel Europas.

 

GA: Wenn ich „meine" Wintervögel gezählt habe, was mache ich mit dem Ergebnis?

RIEKEN: Die Daten kann man uns auf verschiedensten Wegen übermitteln. Zum einen kann man Ergebnisse auf der Internetseite des Nabu – www.nabu.de – direkt eingeben. Hierfür gibt es ein spezielles Online-Meldeformular. Die Beobachtungen fließen dann direkt in die Auswertung ein. Aber auch der Postweg und eine telefonische Angabe sind möglich.

 

GA: Wofür ist es überhaupt wichtig, zu wissen, welche Vögel wo vorkommen?

RIEKEN: Ziel der Aktion ist es, ein sowohl deutschlandweites als auch regional möglichst genaues Bild von der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu erhalten. Dabei geht es nicht um exakte Bestandszahlen aller Vögel, sondern vielmehr darum, Häufigkeiten und Trends von Populationen zu ermitteln. Damit dies repräsentativ ist, sollen die Populationsdaten über mehrere Jahre verglichen werden. So werden neue Kenntnisse zur Entwicklung einzelner Vogelarten sowie zu regionalen Unterschieden gewonnen.

 

Mitmachen!

Wer mitzählen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Im Internet findet man ein Online-Meldeformular unter: www.nabu.de/aktionenundprojekte/stundederwintervoegel. Im Internet gibt es auch einen Flyer zum Ausdrucken, den man ausfüllen und schicken kann an: Nabu, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin. Außerdem kann man seine Zählungsergebnisse telefonisch durchgeben: Unter der kostenlosen die Daten am 10. Und 11. Januar von 10 bis 18 Uhr direkt entgegen genommen. Meldeschluss ist der 19. Januar.

Quelle: Ems-Zeitung, 30. Dezember 2013

Ingo Rieken übernimmt NABU-Vorsitz

Naturschutz „light“ will die Ortsgruppe Emsland-Nord des NABU um (von links) Kassenwart Manfred Börger, den stellvertretenden Vorsitzenden Karl-Heinz Augustin und den Vorsitzenden Ingo Rieken vermitteln.

Nachfolger von Theo Lüken in der Ortsgruppe Emsland-Nord

 

PAPENBURG. Neue Wege gehen, um Nachwuchs für die Vereinsarbeit zu gewinnen, will nun die Ortsgruppe Emsland-Nord des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Die entsprechenden Überlegungen stellte Ingo Rieken vor, der von der Mitgliederversammlung zuvor zum neuen Vorsitzenden gewählt worden war.

 

Rieken, der gemeinsam mit seinem Vorgänger Theo Lüken und Nils Hoogstraat seit drei Jahren für die Betreuung von Befis Naturgarten verantwortlich zeichnet, will den Schau- und Lehrgarten aktiv in die Mitgliederwerbung einbinden. „Mit Befis Naturgarten können wir viele Leute mit einfachen Themen an die Natur heranführen – das nenne ich Naturschutz light“, erklärte Rieken. Weil mit 1400 Besuchern im vergangenen Jahr der Ansturm auf den Schaugarten kaum noch zu bewältigen gewesen sei, sollen laut Rieken stattdessen drei feste Termine im Jahr für Führungen genutzt werden. „Dabei soll auch gezielt die Arbeit des NABU Emsland vorgestellt werden“, so Rieken. Konkret schlug er auch vor, gemeinsam mit jungen Familien Getreide- oder Kartoffelfelder anzulegen und vom Pflanzen bis zur Ernte zu betreuen. Auch ganz praktische Hinweise zum Umwelt- und Naturschutz für jedermann sollen gegeben werden. Die vergangenen sechs Jahre ließ der scheidende Vorsitzende Theo Lüken Revue passieren. „Wir haben nicht nur einen Zuwachs an Mitgliedern, sondern auch an Inhalten und Aktivitäten erlebt“, so Lüken. Dank zahlreicher Arbeitsgemeinschaften wie der Fledermaus-, Schmetterlings-AG oder der Gruppe zum Feuchtwiesenschutz sei die mehr als 280 Mitglieder zählende Ortsgruppe vielseitig aufgestellt. Mit ihrem Fachwissen wollen sich die Mitglieder der Ortsgruppe Emsland-Nord auch an der Papenburger Landesgartenschau im kommenden Jahr beteiligen. Drei Themen sollen laut Karl-Heinz Augustin, dem zweiten Vorsitzenden, mit Führungen – zum Teil auch auf Niederländisch – besetzt werden: Fledermaus, Feuchtwiese und Moor. Auch ein grünes Klassenzimmer sei geplant. Darüber hinaus sprach der zweite Vorsitzende die Verbandsarbeit zum Schutz und zur Wiedervernässung der Hochmoore an. Konkret müsse sich der Verein dafür einsetzen, ein Gebiet an der südwestlichen Ecke der Esterweger Dose zu bekommen, um das Moor vor der Verbreitung der Birkenwälder zu bewahren.

Original-Bericht aus der Ems-Zeitung
1230_EZE_H1_15.pdf
PDF-Dokument [2.3 MB]

Quelle: Der Wecker, 29. Dezember 2013

Wechsel an der Nabu-Spitze

Theo Lüken (von links) gab den Vorsitz an Ingo Rieken ab. Karl-Heinz Augustin ist zweiter Vorsitzender, Manfred Börger führt die Kassengeschäfte.

Die Gruppe Emsland-Nord der Umweltschutzorganisation hat einen neuen Vorsitzenden – Ingo Rieken, Besitzer von Befis-Naturgarten in Burlage.

 

Burlage/Emsland.
In ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr hat die Gruppe Emsland-Nord des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) einen neuen Vorsitzenden gewählt. Nachfolger von Theo Lüken aus Bockhorst, der nach sechs Jahren nicht wieder kandidierte, ist Ingo Rieken aus Jennelt. Der 36-Jährige, seit vielen Jahren aktives Nabu-Mitglied, ist Mitinitiator und Besitzer von Befis-Naturgarten in Burlage.
Zum zweiten Vorsitzenden wurde Karl-Heinz Augustin aus Völlenerkönigsfehn gewählt. Manfred Börger aus Papenburg ist Kassenwart, Manfred Trzoska aus Aschendorfermoor übernahm den Posten des Schriftführers.
Die Nabu-Gruppe Emsland-Nord hat mehr als 280 Mitglieder. Sie setzen sich seit Jahren erfolgreich für den Schutz der Feuchtwiesen in der Region und für den Bestandserhalt der Wiesenvögel ein. So kümmern sich die Naturfreunde unter anderem um Naturschutzflächen entlang der Ems, um das Obermoor in Aschendorf, das Leegmoor in Surwold und um Flächen in der Esterweger Dose in Bockhorst. Hier werden beispielsweise Wiesenvögel für wissenschaftliche Zwecke und zur Ausarbeitung von weiteren Schutzmaßnahmen kartiert und katalogisiert.
„Wir scheuen keine Konflikte, aber wir gehen auch nicht auf Konfrontationskurs, sondern suchen immer gute Kompromisse. Das soll auch in Zukunft so bleiben“, sagte der zweite Vorsitzende Karl-Heinz Augustin. Unter dem Vorsitz von Lüken habe sich der Nabu-Emsland-Nord immer als Partner der Landwirtschaft verstanden, nie als Gegner. Auch diesen Weg wolle man in Zukunft fortsetzen. Darüber hinaus arbeite man eng mit der Gruppe Papenburg der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems und dem Arbeitskreis Feuchtwiesenschutz zusammen.
„Mit Ingo Rieken möchten wir einen Generations-wechsel einläuten“, erklärte Theo Lüken seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur. Er verwies auf ein Großprojekt, dass er zusammen mit seinem Nachfolger und mit Nils Hoogstraat in den vergangenen drei Jahren realisiert habe: „Befis Naturgarten“ – ein Lehr- und Schaugarten im Rhauderfehner Ortsteil Burlage. Das sei sehr viel Arbeit gewesen. Diesem Kleinod wolle er sich nun in Zukunft verstärkt widmen, sagte Lüken.
Ingo Rieken will die Nabu-Gruppe künftig noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Dazu werde man mehrere öffentliche Veranstaltungen auf die Beine stellen, hieß es. Für Eltern mit Kindern wolle man Naturschutz praktisch erlebbar machen.

Original-Bericht aus dem "Der Wecker"
Wecker_Dezember2013.pdf
PDF-Dokument [1.1 MB]

Ingo Rieken übernimmt den Nabu-Vorsitz

Er leitet jetzt den Emsland-Nord-Regionalverband der Naturschützer

Neuer Nabu-Vorsitzender: Ingo Rieken.

Der Vorsitzende kündigt an, dass sich die Interessengemeinschaft jetzt viel stärker der Öffentlichkeit zuwenden wird.

 

PAPENBURG/BURLAGE/LEER - Nach mehr als sechs Jahren erfolgreicher Arbeit an der Spitze des Naturschutzbundes (Nabu) Emsland-Nord stellte sich Theo Lüken aus Bockhorst jetzt nicht erneut zur Wahl. Er möchte sich künftig verstärk um Befis Naturgarten in Burlage kümmern. Ingo Rieken, Mitinitiator von Befis Naturgarten, übernimmt dafür den Posten des Vorsitzenden des Nabu-Verbandes Emsland-Nord.
Weitere Vorstandsmitglieder sind Karl-Heinz Augustin als 2. Vorsitzender, Manfred Börger als Kassenwart und Manfred Trzoska als Schriftführer.
Die Ortsgruppe mit mehr als 280 Mitgliedern ist seit Jahren sehr aktiv im Bereich Feuchtwiesenschutz und Wiesenvögel tätig. So betreuen die Mitglieder hier zum Beispiel Naturschutzflächen an der Ems, im Aschendorfer Obermoor, das Leegmoor in Surwold sowie Flächen in der Esterweger Dose in Bockhorst. Seit vielen Jahren werden hier Wiesenvögel für wissenschaftliche Zwecke und zur Ausarbeitung von weiteren Schutzmaßnahmen kartiert und katalogisiert.
Die Verantwortlichen des Nabu Emsland-Nord scheuten keine Konflikte, pflegten aber auch nicht den Konfrontationskurs, sondern suchten immer gute Kompromisse. Das solle auch in Zukunft so bleiben, erklärt der 2. Vorsitzende Karl-Heinz Augustin. Unter dem Vorsitz von Theo Lüken habe sich der Nabu Emsland-Nord stets als Partner der Landwirtschaft verstanden.
Das gelt auch in der Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Vereinen. So arbeite die Nabu-Gruppe auch eng mit der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte- Weser-Ems (Gruppe Papenburg) zusammen und sei im Arbeitskreis Feuchtwiesenschutz aktiv.
„Mit Ingo Rieken möchten wir einen Generationswechsel einläuten“, sagt Theo Lüken, der bereits seit drei Jahren zusammen mit Ingo Rieken und Nils Hoogstraat den Lehr- und Schaugarten Befis Naturgarten in Rhauderfehn-Burlage leitet.
Die Nabu-Gruppe sei eine breit aufgestellte und aktive Gruppe mit enormem Fachwissen, unterstreicht Lüken.
Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder, um aus den einzelnen Bereichen zu berichten, Projekte vorzustellen und aktuelle Themen zu besprechen. Es gebe immer viel zu berichten – zum Beispiel aus der Fledermaus-AG, dem Schmetterlingsprojekt in der Esterweger Dose oder Vorbereitungen zur Landesgartenschau in Papenburg.
„Künftig möchten wir uns“, so Vorsitzender Ingo Rieken, stärker der Öffentlichkeit zuwenden. Geplant sind im kommenden Jahr mehrere öffentliche Termine. Hier möchten wir nicht nur das Thema Natur- und Umweltschutz, sondern auch die Arbeit im Nabu Emsland-Nord vorstellen.“ Geplant seien auch Veranstaltungen für Eltern mit Kindern. Dabei solle Naturschutz praktisch erlebt werden. Auch würden die Nabu-Angebote im Internet verbessert.

Original-Bericht aus dem General-Anzeiger
GA_Dezember_2013.pdf
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Quelle: General-Anzeiger, 17. Februar 2012

Wintergäste: Auf der Spur Tausender Gänse

AKTION Der Naturschutzbund (Nabu) Emsland Nord zählte
vergangene Woche knapp 3000 Tiere 

Mit Hilfe von Ferngläsern oder sogenannten Spektiven beobachtete die Gruppe um den Naturschutzbund Emsland-Nord Gänse zwischen Aschendorf und Nenndorf.

 

Sie hielten sich zwischen Aschendorf und Nenndorf auf Feldern und Wiesen auf. Bei einer Führung informierten die Experten über die Vögel.

 

Von Tim Leuchters.

Emsland - Durch das Fernglas sieht man sie ganz deutlich: Blessgänse. Auf dem hart gefrorenen Acker tummeln sich in etwa 500 Tiere dieser Vogelart. Von der Beobachtergruppe, die aus rund 300 Metern Entfernung das Treiben verfolgt, lassen sich die Vögel nicht aus der Ruhe bringen. Viele der Beobachter auf dem Feldweg schauen sich die Tiere durch ein Fernglas an. Einige benutzen ein Spektiv, ein Beobachtungsfernrohr, das der Naturschutzbund (Nabu) Emsland Nord mitgebracht hat. Dieser hatte zusammen mit der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) zu einer Gänseführung durchs Emstal eingeladen. Mit zehn Interessierten zählten sie die Tiere zwischen Aschendorf und Nenndorf, östlich des Emsdeiches, und informierten über die Gänse.
Gemeinsam mit einem Kollegen kartiert Loek Bosman die Vögel schon seit fünf Jahren. In der vergangenen Woche zählte er knapp 2350 Bless-, 500 Saat- und 20 Graugänse. „Das ändert sich aber von Woche zu Woche“, sagt er. Die Tiere sind ausschließlich im Winter zu Gast im Emsland und der Umgebung. Wenn es wieder Frühling wird, ziehen sie unter anderem wieder nach Sibirien, um dort zu brüten.

Loek Bosman (rechts) erklärt die Unterschiede der einzelnen Arten. (Bilder: Tim Leuchters)

Die zehn Gäste auf dem Feldweg versuchen, die verschiedenen Gänserassen unter den 500 Tieren auszumachen. Welche sind die natürlichen Feinde? Wo übernachten die Gänse? Kommen innerhalb der vergangenen Jahre mehr Tiere als üblich? Die Experten vom Nabu beantworten geduldig alle Fragen. Gänse müssten sich vor allem vor Füchsen in Acht nehmen. Deshalb schliefen sie auch auf Seen und Teichen, da Füchse dort nicht hinkämen. Große Abweichungen der Bestandszahlen habe man über die vergangenen Jahre nicht beobachtet.
Die Gruppe macht sich wieder auf den Weg. Ein paar Kilometer nördlich sollen weitere Tiere Rast machen. Mit drei Autos geht es in Richtung Tunxdorf. In jedem Fahrzeug sitzt mindestens ein Mitglied des Nabu. Auf der Fahrt wird gefachsimpelt und weiter informiert. Am Ziel angekommen werden erneut die Spektive und Ferngläser ausgepackt. Die Beobachtungsobjekte dieses Mal: Krick-, Stock- und Pfeifenten. Auch zwei Silberreiher sind dabei. Bosman wundert das keinesfalls. Denn am Rand des Feldwegs verläuft ein Schlot, das Beutegebiet der Reiher. „Eigentlich ist das hier auch ein tolles Überwinterungsgebiet für Zwergschwäne“, sagt der emsländische Nabu-Vorsitzende Karl-Heinz Augustin: „die sind aber dieses Jahr ausgeblieben.“ Einen Grund dafür kennt Augustin nicht.
Die Vogelvielfalt ist dennoch groß. Und nachdem die Gruppe weitergefahren ist, bekommt sie doch noch einige Schwäne zu Gesicht. Zwar sind es nicht die Zwergschwäne, die Augustin so vermisst. Doch auch die Höcker- und Singschwäne geben ein tolles Bild ab. Beide Arten sind am durch die unterschiedliche Farbe der Schnäbel zu unterscheiden, machen die Nabu-Mitglieder deutlich. „Ohne Erklärung erkennt man die verschiedene Arten kaum“, sagt Edgar Niemeier, der extra aus Oldenburg gekommen ist, um gemeinsam mit seiner Tochter an der Führung durchs Emstal teilzunehmen. Er spricht dem Nabu für das Angebot ein großes Lob aus: „Wir haben hier Natur pur erlebt“, sagt Niemeier. 

Original-Bericht aus dem General-Anzeiger
1702_General-Anzeiger.pdf
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Quelle: Der Wecker, 12. 2. 2012

Alle Preise sind verteilt

LEER. Der „Wecker“-Fotowettbewerb ist in dieser Woche mit der Gewinnübergabe abgeschlossen worden. Jürgen Berner aus Leer freute sich über eine Digitalkamera von Nikon, die er in der Fotoabteilung der Telepoint-Filiale im Leeraner Ems-Park abholte. Berner hatte im wahrsten Sinne des Wortes „den Vogel abgeschossen“, er hatte eine Meise genau in dem Moment fotografiert, als die einen Nistkasten verließ und „durchstartete“. Friedhelm Christoffers aus Jheringsfehn kann Piepmätzn in seinem künftig mehr Komfort bieten, er hat nämlich den zweiten Platz bei der Leser-Aktion erreicht und ein Vogelhäuschen aus dem Baumarkt Scharff in Leer gewonnen. Marco Steffen, Leiter des Multi-Marktes an der Ringstraße in Leer, überreichte Günter Lente aus Westoverledingen für den dritten Platz einen Gutschein über 75 Euro. Alle anderen Gewinner haben ihre Preise zugeschickt bekommen. -up

Original-Bericht aus "Der Wecker"
Der_Wecker_12052012.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]

Quelle: Der Wecker, 5. Februar 2012

Sieg für startende Meise

1. Platz: Jürgen Berner aus Leer. Eine Kohlmeise verlässt den Nistkasten und „startet durch“.

Der Leser-Fotowettbewerb ist entschieden: Die Digitalkamera gewinnt Jürgen Berner aus Leer.

 

LEER. Die „Wecker“-Redaktion hatte wirklich die Qual der Wahl. Für den Fotowettbewerb hatten Leserinnen und Leser mehr als 700 Bilder eingeschickt. Nach einer Vorauswahl waren in den Januar-Ausgaben 150 Aufnahmen veröffentlicht worden – nun ist die Entscheidung gefallen: Den Hauptgewinn, eine Nikon-Digitalkamera, bekommt Jürgen Berner aus Leer für seinen „Meisenstart“. Die 15 Gewinnerfotos veröffentlichen wir auf dieser Seite, die Preisträger werden von uns benachrichtigt. Die Redaktion bedankt sich bei den Sponsoren für die Unterstützung und bei den Lesern für die rege Teilnahme. -up

2. Platz: Friedhelm Christoffers aus Jheringsfehn. Kohlmeise am Futterplatz

3. Platz: Günter Lente aus Westoverledingen. Eine Blaumeise am Futterknödel

4. Platz: Heinrich Agena aus Westoverledingen. Rotkehlchen plustert sich auf.

Original-Bericht aus "Der Wecker"
WECKER_NABU-AKTION 5.pdf
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Quelle: General-Anzeiger, 2. 2. 2012

Exkursion: Den Gänsen auf der Spur

PAPENBURG / RA - Am kommenden Sonnabend, 4. Februar, findet eine „Gänseführung“ im Bereich des Emstales von Papenburg bis Heede statt. Neben vielen Gänsearten wie Blässgans, Nonnengans, Graugans, Kanadagans und Zwerggans werden während der Exkursion auch Singschwäne sowie die sehr seltenen Zwergschwäne zu sehen sein. Rund 20 Prozent des Gänse-Weltbestandes ziehen durch das Emstal. Experten der Arbeitsgruppe BSH/Nabu Emsland-Nord geben den Führungsteilnehmern einen genauen Überblick. Interessierte treffen sich am Sonnabend um 14 Uhr an der Emsbrücke in Rhede. Es wird empfohlen, Ferngläser mitzubringen. Weitere Infos im Internet unter www.nabu-emslandnord.de.

Quelle: Der Wecker, 29. 1. 2012

Piepmätze verlassen Laufsteg

Der Leser-Fotowettbewerb von „Wecker“ und derNabu-Gruppe Emsland Nord ist beendet. Heute gibt es noch einmal eine Vorauswahl.

 

LEER. Die Piepmätze verlassen den Laufsteg: Am Mittwoch endete die Einsendefrist für den großen Leserfotowettbewerb von „Wecker“, „Befis Naturgarten“und der Gruppe Emsland-Nord des Naturschutzbundes (Nabu). Mehr als 500 Bilder von Wintervögeln wurden eingesendet. us Platzgründenkonnten nicht alle Fotos berücksichtigt werden, deshalb hat es bereits eine Vorauswahl gegeben. Heute veröffentlicht die Redaktion auf dieser Seite noch einmal 36 Aufnahmen. In der kommenden Woche wird entschieden, wer zu den Preisträgern gehören wird. Hauptgewinn ist eine Digitalkamera von Nikon. Die „Wecker“-Redaktion bedankt sich an dieser Stelle bei allen Leserinnen und Lesern, die sich am Wettbewerb beteiligt haben. Ein Danke- schön geht außerdem an jene Unternehmen, die Preise gestiftet haben. -up

Original-Bericht aus "Der Wecker"
Wecker_Aktion4.pdf
PDF-Dokument [3.3 MB]

Quelle: Der Wecker, 22. 1. 2012

Redaktion ist voller Piepmätze - II

Der Leser-Fotowettbewerb von „Wecker“ und der Nabu-Gruppe Emsland Nord läuft auf Hochtouren. Bereits jetzt liegen mehr als 300 Bilder vor – einen Teil davon sehen Sie auf dieser Seite.

 

LEER. Am Projekt „Stunde der Wintervögel“ des Naturschutzbundes (Nabu) Niedersachsen haben sich vom 6. bis 8. Januar nach Angaben der Organisation mehr als 3000 Naturfreunde beteiligt. Die Bevölkerung war gebeten worden, sich eine Stunde Zeit zu nehmen, um Vögel zu zählen, die sie im Garten, am Futterhäuschen oder auf dem Balkon sichten. Anlässlich der Aktion hat der „Wecker“ mit der Nabu-Gruppe Emsland Nord und Ingo Rieken von „Befis Naturgarten“ einen Fotowettbewerb ins Leben gerufen. Mittlerweile liegen mehr als 300 Bilder zum Thema „Wintervögel“ vor. Einige Fotos werden heute und in der kommenden Ausgabe veröffentlicht. Hauptpreis ist eine Digitalkamera von Nikon. -up

Original-Bericht aus "Der Wecker"
WECKER_NABU-AKTION3.pdf
PDF-Dokument [3.1 MB]

Quelle: Der Wecker, 15. 1. 2012

Redaktion ist voller Piepmätze - I

Der Leser-Fotowettbewerb von „Wecker“ und der Nabu-Gruppe Emsland Nordl äuft auf Hochtouren. Bereits jetzt liegen mehr als 100 Bilder vor– einen Teil davon sehen Sie auf dieser Seite.

 

LEER. Am Projekt „Stunde der Wintervögel“ des Naturschutzbundes (Nabu)Niedersachsen haben sich vom 6. bis 8. Januar nach Angaben der Organisation mehr als 3000 Naturfreunde beteiligt. Die Bevölkerung war gebeten worden, sich eine Stunde Zeit zu nehmen, um Vögel zu zählen,die sie im Garten, am Futterhäuschen oder auf dem Balkon sichten. Anlässlich der Aktion hat der „Wecker“ mit der Nabu-Gruppe Emsland Nord und Ingo Rieken von „Befis Naturgarten“ einen Fotowettbewerb ins Leben gerufen. Bereits jetzt liegen mehr als 100 Bilder zumThema „Wintervögel“ vor. Die Fotos werden heute und in den kommenden Ausgaben veröffentlicht. Hauptpreis ist eine Digitalkamera von Nikon. -up

Original-Bericht aus "Der Wecker"
WECKER_NABU-AKTION2.pdf
PDF-Dokument [3.1 MB]

Quelle: Der Wecker, 8. 1. 2012

Die ersten Piepmätze sind da

Der Leser-Fotowettbewerb ist gut angelaufen.
Zahlreiche Bilder liegen bereits vor.

Leer. Das Projekt „Stunde der Wintervögel“ des Naturschutzbundes (Nabu) Niedersachsen endet am heutigen Sonntag. Die Bevölkerung wird gebeten, sich eine Stunde Zeit zu nehmen, um Vögel zu zählen, die sie im Garten, am Futterhäuschen oder auf dem Balkon sichten. Eine Zählhilfe hält der Nabu zum Herunterladen im Internet bereit (www.nabu-emsland-nord.de). Auch die Ergebnisse ihrer Beobachtungen können Naturfreunde auf dieser Seite melden. Anlässlich der Aktion hat der „Wecker“ mit der Nabu-Gruppe Emsland Nord und Ingo Rieken von „Befis Naturgarten“ einen Fotowettbewerb ins Leben gerufen. Heute und in den kommenden beiden Ausgaben werden aktuelle Leser-Bilder veröffentlicht, die zum Thema „Wintervögel“ eingesendet werden. Auf die Teilnehmer des Leser-Wettbewerbs warten attraktive Preise. Hauptgewinn ist eine Digitalkamera von Nikon. -up 

Original-Bericht aus "Der Wecker"
Hier sehen Sie die ersten Bilder!
WECKER_NABU_AKTION1.pdf
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Quelle: Der Wecker, 1. 1. 2012

Piepmätze werden Fotomodels

Der „Wecker“ sucht aktuelle Fotos seiner Leserinnen und Leser zum Thema „Wintervögel“. Die Bilder werden in den kommenden Wochen veröffentlicht, zudem winken tolle Preise. Der Naturschutzbund (Nabu) Niedersachsen organisiert vom 6. bis 8. Januar zum zweiten Mal das Projekt „Stunde derWintervögel“. Die Organisation bittet die Bevölkerung, sich an einem dieser drei Tage eine Stunde Zeit zu nehmen, um die Vögelzu zählen, die sie im Garten, am Futterhäuschen oder auf dem Balkon sehen. Anlässlichder Aktion startet der„Wecker“ in Zusammenarbeitmit der Nabu-Gruppe Emsland-Nord und Ingo Rieken von „Befis Naturgarten“einen Leser-Fotowettbewerb. In den kommenden drei Ausgaben veröffentlicht die Redaktionalle Bilder, die Leser zum Thema „Wintervögel“einsenden. Eine Jury wird anschließend die besten Fotos auswählen und prämieren. Auf die Gewinner warten attraktive Preise.

 

Einsendeschluss ist der 25. Januar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bei der „Stunde der Wintervögel“ stehen jene Artenim Mittelpunkt die auch bei Schnee und Kälte in unserer Region ausharren – das sind beispielsweise Blau- und Kohlmeise, Amsel, Wacholderdrossel, Erlenzeisig, Rotkehlchen und  Haussperling. Ergebnisse der Beobachtungen können Sie auf dieser Internetseite weiter unten melden. Telefonisch können die Daten zudem am 7. und 8. Januar über die kostenlose Hotline 0800/1157115 weitergegeben werden. Unter allen Teilnehmern verlost auch die Umweltschutzorganisation zahlreiche Preise, darunter eine naturkundliche Reise an die Ostsee oder an den Kaiserstuhl (Baden-Württemberg). Um diese Aktion zu unterstützen, haben „Wecker“, Nabu Emsland-Nord und„Befis Naturgarten“ den Fotowettbewerb ins Lebengerufen. „Die Leser haben also eine doppelte Gewinnchance, wenn sie sich anbeiden Projekten beteiligen“,sagt Ingo Rieken, deraus dem Grundstück seines Großvaters Bernhard Ficken „Befis Naturgarten“gemacht hat. Im Oktober2010 hatte der Mediengestalter angefangen, das 4000 Quadratmeter große Areal in ein Naturparadies zu verwandeln. „Der praktische Naturschutz steht für mich im Vordergrund“ erklärt Ingo Rieken. Sein Motto lautet „Artenvielfalt schützen und fördern“. Das idyllische Gelände am Befi-Weg in Burlage (Kreis Leer) ist mittlerweile Schaugarten der Nabu-Gruppe Emsland-Nord. Der Garten mit Insektenhotel, Nistkastenschauwand, Honigbienen-Schaukasten und Streuobstweise kann nach Absprache besichtigt werden. Infos und Anmeldungen unter www.befis-naturgarten.de.

Eine Kohlmeise knabbert im Futterhäuschen an einem Meisenknödel. Auf solche und ähnliche Bilder der Leser freut sich die Redaktion in den kommenden Wochen. Dieses Foto gelang unserer Mitarbeiterin Silke Wellens in Bockhorst.

Teilnahmebedngungen: Einsendeschluss für den Leser-Fotowettbewerb ist Mittwoch, der 25. Januar. Wer mitmachen möchte, schickt sein Foto per Post an die Wecker-Redaktion, Maiburger Straße 8, 26789 Leer oder sendet es per E-Mail(Betreff: Vögel) an: redaktion@der-wecker.de. Nicht vergessen: Die Redaktion benötigt die vollständige Adresse inklusive Telefonnummer, um im Gewinnfall Kontakt aufnehmen zu können. Mit der Teilnahme an der Leser-Aktion geben die Einsender automatisch ihr Einverständnis, dass ihr Foto im „Wecker“ sowie auf den Internetseiten der Nabu-Gruppe Emsland-Nord und von „Befis Naturgarten“ veröffentlicht wird.

1. Preis: Digitalfotokamera Nikon Coolpix L 120 black im Wert von 249 Euro gestiftet von Telepoint Leer

2. Preis: Vogelhäuschen im Wert von 85 Euro

gestiftet vom Baumarkt Scharff in Leer und Moormerland

3. Preis: Einkaufs-Gutschein im Wert von 75 Euro

gestiftet von den Multi-Verbrauchermärkten

4. Preis: Überraschungspaket inklusive 10-Euro-Einkaufsgutschein
gestiftet von der Firma Fressnapf in Leer

5. bis 7. Preis: Nistkästen

gestiftet von der Nabu-Gruppe Emsland-Nord

8. bis 10. Preis:Nistkästen
gestiftet von „Befis Naturgarten“ in Burlage

11. bis 15. Preis: Verschiedene Sachbücher zum Thema „Garten“

gestiftet vom „Wecker“

Original-Bericht aus "Der Wecker"
WECKER_NABU_AKTION.pdf
PDF-Dokument [2.2 MB]

Quelle: Sonntags-Report, 14. August 2011

Freie Bahn für Nachtjäger

15. Europäische „Nacht der Fledermaus“ am 27. und 28. August 2011.

 

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Sonntags-Report
10023.jpg
JPG-Datei [798.8 KB]

Quelle: Ems-Zeitung, 8. August 2011

Freie Bahn für die Nachtjäger

Meppen. Für immer mehr Menschen ist die Fledermaus durchaus nicht unheimlich oder gar bedrohlich, sondern ein faszinierende und liebenswertes Wesen. Diesen Imagewandel bei den geheimnisvollen nächtlichen Jägern stellt der NABU als positiven Trend fest.



Anlässlich der 15. Europäischen Fledermausnacht am 27./28. August ruft der NABU deshalb unter dem Motto „Den Garten fledermausfit machen“ dazu auf, künftig selbst und im eigenen Garten für Fledermäuse tätig zu werden.

Auch im Kleinen könne viel für die bedrohten Fledermäuse unternommen werden. Der NABU rät, einen möglichst vielgestaltigen Garten anzulegen, mit artenreicher Blumenwiese statt Einheitsrasen und heimischen Sträuchern statt Thuja-Hecke. Optimal für Fledermäuse sei die Anlage eines Fledermausbeetes: „Darin wachsen selbstverständlich keine Fledermäuse, sondern Nacht blühende nektarreiche Blütenpflanzen, die durch ihren Duft Nachtfalter, die Lieblingsspeise vieler Fledermäuse, anlocken“, erklärt Axel Roschen, NABU-Fledermausexperte.

Tipps gibt die NABU-Broschüre „Fledermäuse – Flugkünstler der Nacht“. Sie kann für sechs Briefmarken à 55 Cent beim NABU Niedersachsen, Alleestraße 36, 30167 Hannover, bestellt werden.

Quelle: Sonntags-Report, 29. Mai 2011

Vögel, Fledermäuse und Pflanzen

Kinder der Naturgruppe lernen behutsamen Umgang mit der Erde

 

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Sonntags-Report
10027.jpg
JPG-Datei [720.1 KB]

Quelle: Osftriesen-Zeitung und General-Anzeiger, 20. Mai 2011

Ingo Rieken wartet auf ein Steinkauzpärchen

Es gibt viele besondere Gärten in Ostfriesland. Riskieren wir einen Blick hinter den Zaun und stellen die Besitzer und ihr kleines Paradies vor.

 

Von Uwe Prins
(Bericht aus General-Anzeiger
und Ostfriesen-Zeitung)


Burlage – Der Heimatdichter und -maler Bernhard Ficken aus Burlage ist vor vier Jahren gestorben. „Befi“ malte und schrieb aber nicht nur, er war auch sehr naturverbunden und führte beispielsweise Touristen durch das Moor. Sein Enkel hat wohl etliche Gene geerbt, anders ist jedenfalls kaum zu erklären, dass Ingo Rieken in fast jeder freien Minute auf einem Grundstück seines Großvaters am Burlager Tief anzutreffen ist. Der 34-Jährige hat ein ebenso großes wie ehrenwertes Ziel: Der Mediengestalter will die insgesamt gut 4000 Quadratmeter große Fläche in einen heimischen Naturgarten verwandeln. An seinem Arbeitsplatz bei der Zeitungsgruppe Ostfriesland gestaltet Ingo Rieken Anzeigen und Sonderseiten, in Burlage gestaltet er seit Oktober ein Paradies für Flora und Fauna. Wenn alles fertig ist, dann soll er für Schulklassen und Interessierte geöffnet werden – „Befis Naturgarten“.

 

Mehrere Tage lang war zunächst ein Bagger auf dem riesigen Gelände im Einsatz. Tonnenweise Erde wurde bewegt, ein alter Bauwagen, der auf dem größtenteils zugewucherten Grundstück stand, musste entsorgt werden. Aus dem einst unscheinbaren kleinen Tümpel ist mit Hilfe der Baggerschaufel ein Teich entstanden, der bereits von Stauden umrahmt wird. Fische sollen nicht in das Wasser: „Nein, dass ist ein Kleinbiotop!“, sagt Ingo Rieken.

Auf dem hinteren Teil des Areals gedeiht eine Streuobstwiese. Mit Unterstützung des Naturschutzbundes (Nabu) Emsland-Nord und des Vereins „Appelhoff“ aus Ostrhauderfehn sind dort inzwischen 20 altdeutsche, hochstämmige Obstbäume gepflanzt worden. Es finden sich bekannte Apfelsorten wie Roter Elstar und Boskop, aber auch eher seltene Vertreter wie Moringer Rosen und Kneebusch.

 

Vorne an der Straße steht ein kleines, weißes Häuschen. „Das hat Opa früher an Touristen als Ferienwohnung vermietet“, erinnert sich der Enkel, der mittlerweile an den Wochenenden oft selber drin übernachtet. Auf der Terrasse: ein paar Stühle, ein Grill. „Hier abends zu sitzen und einfach nur zu schauen – das ist unbeschreiblich schön“, sagt er.
Irgendwann wird er die Waschbetonplatten ausbuddeln und die Terrasse mit Eichenbohlen verlegen. Davor wird ein Steingarten entstehen, eine sogenannte Trockenmauer. Bis zum Herbst möchte der 34-Jährige sie aufgebaut und bepflanzt haben. Bereits einige Zentimeter gewachsen sind die links von der Terrasse in Richtung Burlager Tief gesetzten Sträucher, die eine sogenannte Vogelhecke bilden: „Das heißt so, weil sich heimische Vögel im Herbst und Winter davon ernähren können“, erklärt der Hobbygärtner, der sich in den vergangenen Monaten dank Fachliteratur und Internet ein enormes Wissen angeeignet hat. Riekens Vogelhecke besteht aus Sanddorn, Eberesche, Pfaffenhütchen, Schlehe, Holunder, Eibe, Schneeball, Heckenrose und Weißdorn. „Ich muss kein Vogelhäuschen im Winter aufstellen“, ergänzt er.

Und genau so soll er sein, der Naturgarten: Kein Dünger, keine Chemie. Auf diesen 4000 Quadratmetern in Burlage reguliert sich die Pflanzen- und Naturwelt selber. Demnächst entsteht dort noch ein Insektenhotel. Außerdem möchte Ingo Rieken eine alte Scheune bauen. „So eine, wie sie früher auf alten Bauernhöfen zu finden war. An den Wänden und unter dem Dach wird es Öffnungen geben, damit Fledermäuse ein Zuhause finden. Hinten, auf der Streuobstwiese, hat Rieken bereits viele Nistkästen angebracht. Etliche heimische Vogelarten sind sesshaft geworden. Besonders gefreut hat sich der 34-Jährige, als er bei der Gartenarbeit einen Grünspecht entdeckte.

 

Was noch fehlt, ist ein Steinkauz. Laut Nabu gibt es in Niedersachsen nur noch knapp 450 Pärchen. Die kurzschwänzigen Eulen – lateinischer Name Athene noctua – bevorzugen eine ganzjährig niedrige Vegetation. Hauptlebensraum der Steinkäuze sind Höhlen von Obst- und Nussbäumen. Mit der jetzt angelegten Streuobstwiese schafft Ingo Rieken neue Brutmöglichkeiten für die Zukunft.

Solange bietet er als „Wohnungs-Ersatz“ spezielle Niströhren an, die ihm der Nabu Emsland Nord zur Verfügung gestellt hat, und wartet auf eines der seltenen Eulen-Pärchen. „Ein Steinkauz ist nämlich für jeden Besitzer eines Naturgarten eine besondere Auszeichnung“, sagt Befis Enkel.

Original-Bericht aus der Ostfriesen-Zeitung
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Quelle: Sonntags-Report, 20. Februar 2011

„Ordnung gegen die Natur“

Ausstellung im Landwirtschaftsmuseum

 

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Sonntags-Report
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Quelle: Ems-Zeitung, 9. September 2010

Neuer Lebensraum für Insekten

Rheder Schüler errichten Trockensteinmauer auf dem Biolandhof Lampen

bü Rhede. Gegen Handschuhe und Spaten haben 19 Siebtklässler der Ludgerusschule Rhede für einen Nachmittag Heft und Füller ausgetauscht. Im Rahmen des Biologie- unterrichts errichteten sie eine Trocken- steinmauer auf dem Biolandbetrieb Lampen.


„Wie ein Puzzle“ galt es für die Realschüler, die passenden Bruchsteine sorgfältig aufeinanderzusetzen, ohne dass die am Ende ein Meter hohe Trockensteinmauer wankt. Dabei erscheint die Konstruktion des Gebildes auf den ersten Blick einfach: Außen werden die größeren Natursteine ohne Mörtel handwerklich ineinandergefügt, die Mitte wird danach mit kleinen Steinen zusammen mit Sand und Kies aufgefüllt.
„Die fertige Mauer ist ein bedeutendes Biotop für Insekten und Vögel“, erklärte Theo Läken, Mitglied der Ortsgruppe Papenburg des Naturschutzbundes (NABU), den Schülern, der das Projekt betreute. Durch kleine Löcher und Hohlräume zwischen den Steinen entstehe eine Art natürliches Insektenhotel, in dem die kleinen Tierchen nisten könnten. Zudem biete die Trockensteinmauer ein zusätzliches Nahrungsangebot für Vögel, die im Hofbereich vorkämen. „Gerade in der Winterzeit, in der schwierig Futter zu finden ist, ist dies sehr wertvoll“, so Lüken. Noch gesteigert werden könne der Nutzen für die Natur im Frühjahr durch eine Bepflanzung.
Veranstaltet wurde die Aktion im Rahmen des Projektes „Fliegende Freunde“ des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund (NABU). In diesem Rahmen waren auf dem Biolandbetrieb Lampen in Rhede in den letzten Jahren von Schülern der Ludgerusschule bereits eine Streuobstwiese angelegt und Nistkästen für Fledermäuse aufgehängt worden. Laut Theo Lüken wurde der Aufbau einer Trockensteinmauer in der Region erstmals durchgeführt. „Die Schüler sehen auf diese Weise, dass Naturschutz wichtig ist und direkt vor der Haustür geschehen kann“, erklärte Klassen- und Biologielehrer Hilmar Thiel die Motivation, ergänzend zum Thema des Biologieunterrichts, „Insekten und wirbellose Tiere“, an dem Projekt teilzunehmen. Ähnliches betonte auch Theo Lüken: „Wir erhoffen uns natürlich, dass Kinder durch Aktionen dieser Art an die Natur herangeführt werden“.


Quelle: Emz-Zeitung, 9. September 2011

Auf der Spur nächtlicher Flugkünstler

60 Teilnehmer bei Fledermaus-Beobachtungen im Papenburger Stadtpark

Mit Detektoren ausgestattet, begaben sich Teilnehmer der abendlichen Fledermaus-Beobachtung im Papenburger Stadtpark auf die Spur der Flugkünstler. Foto: privat

Papenburg. Gute Resonanz haben die beiden Fledermaus-Beobachtungen gefunden, die Mitglieder der Gruppe Emsland-Nord des Naturschutzbundes (NABU) in Papenburg angeboten hatten. Die Führungen, die anlässlich der sogenannten Europäischen Fledermausnacht veranstaltet wurden, führten von Meyers Mühle aus in den Papenburger Stadtpark.

 

Insgesamt 60 Interessierte, darunter auch eine Reihe von Kindern, nahmen nach Mitteilung des NABU Emsland-Nord an den beiden abendlichen Wanderungen teil. Einführende Erläuterungen zur Lebenswelt der kleinen nächtlichen Flugkünstler gab Arnold Lind von der Fledermaus-Arbeitsgemeinschaft der Papenburger NABU-Gruppe.,

 

Ausgestattet mit mehreren Ultraschalldetektoren und Scheinwerfern, konnten die Teilnehmer der Exkursionen im Stadtpark zahlreiche Fledermäuse bei der Jagd auf Insekten beobachten. Bestimmt wurden Tiere von drei verschiedene Arten. Danach kommen im Stadtpark unter anderem der Große Abendsegler, die Breitflügelfledermaus sowie die Wasserfledermaus vor. Im Rahmen der abendlichen Wanderung zeigte Experte Arnold Lind den Teilnehmern auch einige Standorte der vom Naturschutzbund aufgehängten Fledermauskästen.,

Quelle: OS-Nachbar.de, 22. November 2010)

"Ordnung gegen die Natur"

„Ordnung gegen die Natur“. heißt die neue Sonderausstellung im Landwirtschaftsmuseum Rhede (Ems), die am Freitag, den 19. November durch den Rheder Bürgermeister Gerd Conens eröffnet wurde. Gestaltet wurde die Ausstellung von dem Naturschutzbund Emsland Nord (NABU) sowie der Naturschutzgruppe Unterems der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems (BSH). Die Ausstellung soll den Besuchern die Probleme in der Tier- und Pflanzenwelt aufzeigen. Besonders dargestellt wird der Umgang der Menschen mit der Natur. Dabei geht es besonders um die gefährdeten einheimischen Wiesenvögel, Greifen, Eulen und Fledermäusen. 

 

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Quelle: Ems-Zeitung, 27. Juli 2010

Rhede: Weiter Wirbel um gefällte Eiche

Rhede. Das Fällen einer alten Eiche auf einem Privatgrundstück in Rhede sorgt weiter für Wirbel.

 

Nach der Kritik des Heimatvereins an dem Handeln des Grundstücksbesitzers (wir berichteten) erheben nun auch der Naturschutzbund Emsland-Nord (NABU) und die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems (BSH) Vorwürfe. Der BSH-Vorsitzende und stellvertretende NABU-Vorsitzende Karl-Heinz Augustin schreibt in einer Stellungnahme zu dem Vorfall, dass nachträgliche Untersuchungen von NABU/BSH-Mitgliedern „das Vorhandensein verschiedener geschützter Fledermausarten im Umfeld der 300 Jahre alten Eiche“ bestätigt hätten. Unter Verweis auf das Bundesnaturschutzgesetz (§ 39) stellt Augustin daher die Rechtmäßigkeit des Abholzens infrage. Das Gesetz schreibe vor, „dass vor jeder Fällung Bäume darauf zu untersuchen sind, ob sie als Brut- und Nistplätze geschützter Arten dienen“.

Nach Auffassung von NABU und BSH wird die Gemeinde Rhede „nicht um die Aufstellung einer Baumschutzsatzung herumkommen, vergleichbar der Stadt Papenburg, wo in den letzten Jahren ebenfalls sehr viele alte Bäume aus dem Stadtbild verschwunden sind.“ Auf keinen Fall dürfe die Fällung Schule machen, so Augustin. „Sonst werden wir innerhalb der Kommunen bald keine großen Bäume mehr haben."

Quelle: Ems-Zeitung, 22. September 2009

Lebensraum der Fledermäuse schützen

Gegen die Rodung des Waldstücks am Deverweg sind Arnold Lind und Karl-Heinz Augustin vom NABU. Foto: Tanja Plock

Bekräftigt hat der Naturschutzbund (NABU) Emsland Nord die Ablehnung der vorgesehenen Rodung des Baumbestands am Rande des Stadtparks am Deverweg in Papenburg. Das Waldstück sei Lebensraum unter anderem für fünf Fledermausarten, die allesamt europarechtlich geschützt seien.

 

In dem Bereich plant (wie berichtet) der Wasserverband Hümmlingden Bau eines unterirdischen Wasserspeichers. Dazu muss ein Großteil der Bäume gefällt werden. Karl-Heinz Augustin, Vorsitzender des Naturschutzbundes Emsland Nord: „Bei Fledermauswanderungen im Stadtpark konnten wir fünf verschiedene Arten eindeutig identifizieren.“ Dazu zählten die Wasserfledermaus, die Zwergfledermaus, die Breitflügelfledermaus, die Rauhautfledermaus sowie der Große Abendsegler. Mitglieder der Fledermaus-Arbeitsgemeinschaft im NABU hätten alle Arten kartiert und die Tiere gezählt. Augustin: „Wir können nachweisen, dass diese auf der Roten Liste stehenden Tiere im Bereich des Stadtparks vorkommen.“

Der NABU-Vorsitzende wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die genannten Arten unter dem rechtlichen Schutz der EU stehen, weil sie, wie es im Gesetzestext heißt, „selten und schützenswert sind“. Dies regelt die europäische „Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie“. Somit wäre für einen Bebauungsplan zunächst eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung notwendig. Der NABU fordert die Verantwortlichen auf, sich Alternativen zuzuwenden. Eine Möglichkeit liegt für Augustin in der angrenzenden Grasfläche im Stadtpark. Eine Zerstörung der Fledermausquartiere hätte katastrophale Auswirkungen für die Tiere.

Arnold Lind, Sprecher der Fledermaus-AG: „Der Lebensraum der Fledermaus wird immer mehr zerstört. Ohne geeignete Quartiere haben die Tiere keine Chance zu überleben.“ Lind stellte zudem die Vorteile der nächtlichen Flieger für den Menschen heraus: „Eine Wasserfledermaus frisst in der Nacht bis zu 4000 Insekten.“

Die Naturschützer wollen auch die Bevölkerung mehr für das Thema sensibilisieren: „Man kann schon beim Bauen darauf achten, dass Fledermäuse genug Unterschlupfmöglichkeiten haben. Alte Bäume sollte man nicht unbedacht fällen, denn meist entdeckt man Quartiere oder ganze Fledermauskolonien erst nach der Zerstörung.“ Der Mischwald am Stadtpark verdient aus der Sicht von Augustin und Lind auch deshalb besonderen Schutz, weil so die CO2-Belastung am Deverweg verringert wird. Augustin: „Wir brauchen mehr Grün in der Stadt. Dann müssen die Papenburger nicht erst weit fahren, um sich irgendwo zu erholen.“

Quelle: Ems-Zeitung, 10. September 2009

Ein neues Zuhause für die „fliegenden Freunde“

Schüler der Ludgerusschule bauten Nistkästen für Fledermäuse – Praxisnahe Biologiestunde

Mit Nistkästen leisten die Schüler einen Beitrag zum Artenschutz. Lehrer Peter Schmigalla (Fünfter von links), Birgit Petersen (Achte von links), Mitglieder der Familie Lampen und Vertreter des NABU in Papenburg freuten sich über die Einsatzbereitschaft der jungen Leute.
 
obue RHEDE. Fleißig gebohrt und gehämmert haben die Schüler der Klasse 7h der Ludgerusschule Rhede auf dem landwirtschaftlichen Biobetrieb Lampen in Rhede: Im Rahmen des Projektes „Fliegende Freunde“ des Kompetenzzentrums“ Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) sowie in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) wurden Nistkästen für Fledermäuse gebaut.
Zuvor hatte die Naturschutzberaterin für niedersächsische Landwirte, Birgit Petersen, über die verschiedenen Fledermaus-Arten und ihre Lebensweise berichtet. In dieser Region sind nach ihren Angaben vor allem Breitflügel-, Wasser- und Zwergfledermaus sowie der Große Abendsegler verbreitet. Mit den Nistkästen, die an Bäumen oder Gebäuden aufgehängt werden, sollen Spaltenbewohner angelockt werden, die hier ihre Brutstätte errichten könnten. „In einem Nistkasten finden bis zu 20 Zwergfledermäuse Platz“, so Petersen.
Im Anschluss an die handwerklichen Tätigkeiten erhielten die Schüler die Chance, „Ohrenzeuge“ der fliegenden Säugetiere zu werden. Mittels Ultraschalldetektoren machte es Petersen möglich, die Töne für den Menschen hörbar zu machen. Biologielehrer Peter Schmigalla, der bereits im Vorjahr im Rahmen eines weiteren KÖN-Projektes auf dem Hof Lampen eine Streuobstwiese angelegt hatte, zeigte sich zufrieden mit der praxisnahen Biologiestunde: „Vielleicht können wir die Schüler so für die Fledermäuse sowie den Naturschutz allgemein sensibilisieren.“ Das Projekt, das bis Ende 2010 auf rund 40 Biobetrieben in Niedersachsen durchgeführt werden soll, wird von der niedersächsischen Lottogesellschaft und der Umweltlotterie „Bingo-Lotto“ unterstützt.

Quelle: Ems-Zeitung, 13. August 2009

„Seltsam, wie Papenburg mit seinem Grünbewuchs umgeht“

Naturschutzverbände üben scharfe Kritik an der Stadt Papenburg. In einer Pressemitteilung beklagen der Naturschutzbund (NABU) Emsland Nord und die Naturschutzgruppe Unterems in der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems (BSH) diverse Abholzungen im Stadtgebiet.



„Die Abholzungen nehmen kein Ende“, schreibt der Sprecher der Papenburger Baum-Arbeitsgemeinschaft von NABU und BSH, Helmut König. Zunächst hätten auf dem ehemaligen Gelände des Wasserwerkes mehr als 50 größtenteils 60 bis 80 Jahre alte Bäume für den geplanten Bau einer Tankstelle weichen müssen. Nun solle direkt daneben für einen Wasserspeicher auf einer rund 5000 Quadratmeter großen Fläche ein 30 Jahre alter Eichen-Buchen-Mischwald gerodet werden. „Warum der Speicher nicht auf einer der Freiflächen rundherum gebaut und anschließend wieder zur Rasenfläche gemacht wird, ist nicht nachzuvollziehen“, heißt es in der Mitteilung. Die Naturschützer bezeichnen es als „sehr seltsam, wie Papenburg mit seinem Grünbewuchs umgeht“. So hätten die 200-jährigen Eichen des ehemaligen Rieke & Meyer-Geländes nicht stehen bleiben dürfen, obwohl sie hervorragend zu der jetzigen Nutzung gepasst hätten. Auch der Baumbestand rund um den Tunxdorfer Waldsee sei radikal durchforstet worden. Zu hoffen sei, dass bei den geplanten Erweiterungsbauten der Kirchschule mit dem Baumbestand im Quadrätchen vorsichtiger und schonender umgegangen werde. 

Quelle: Ems-Zeitung, 30. Mai 2009

Leibwache für Nestflüchter

Im Schritt-Tempo durch die Heimat des Goldregenpfeifers

ESTERWEGEN. Laut poltert die orangerote Lok über die holprigen Schienen im Sand. Sie zieht drei schon etwas rostige Loren hinter sich her. Statt Torf haben sie heute Touristen geladen. Im Schritt-Tempo geht es in die Esterweger Dose, das größte norddeutsche Torfabbau-Gebiet und gleichzeitig das größte zusammenhängende Moorschutzgebiet in Nordwest-Europa.

 

Vorne in der Lok gibt Gästeführer Theo Lüken jetzt ein Zeichen, nach rechts zu schauen: Da, nur wenige Meter entfernt ein Kiebitz! Seelenruhig steht der Vogel an einer Wasserfläche, so als warte er nur darauf, bewundert und fotografiert zu werden.,Wenig später ein Zwischenstopp. Gästeführer Lüken springt von der Lok und nutzt die plötzliche Stille nach dem Abstellen des Motors für seine Erläuterungen. Etwa 2200 Hektar der Moor-Fläche befinden sich hier zurzeit in der Abtorfung. In vielen Randbereichen hat man bereits mit einer Renaturierung und Wiedervernässung begonnen. „Beharrlich erobert sich die Natur ihre räume zurück“, erzählt der Bockhorster von seinen Beobachtungen. Selbst Pflanzen- und Tierarten, die schon als verloren galten, sind nach wenigen Jahren wieder aufgetaucht. Der 59-Jährige zählt auf: Brachvögel, Kiebitz, Rotschenkel, Neuntöter, Rohrweihe, Raubwürger und etliche andere Geschöpfe tummeln sich hier. Auch Libellen finden in den Flächen ideale Lebensbedingungen. „Die Arten sind in ihrem Bestand stark gefährdet. Selbst Sonnentau und große Wollgrasflächen finden in den Wiedervernässungsflächen sehr gute Wachstumsbedingungen.“ Mit etwas Glück kann der aufmerksame Beobachter auch Kreuzottern entdecken, versichert Lüken. Eine Heimat ist die Esterweger Dose für den südlichen Goldregenpfeifer, der in seinem Bestand stark bedroht ist. Die Dose ist das letzte bekannte Brutgebiet des selten gewordenen Vogels. Acht Gelege haben die Vogelschützer im vergangenen Jahr gezählt und sogar bewachen lassen. Studentinnen der FH Osnabrück hatten diese Aufgabe übernommen und die kleinen Nestflüchter sogar verfolgt. „Das verursacht zwar Kosten, zeigt aber, wie wertvoll uns der Goldregenpfeifer ist“, berichtet Lüken des 30 Lorengästen, die ihm gespannt zuhören. Mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht erinnert er sich, warum es immer junge Frauen sind, denen diese Aufgabe anvertraut wird. „Die Männer haben da wohl nicht die nötige Sorgfalt walten lassen...“

 

Millimeter Moor im Jahr

 

Ein Gast möchte wissen, wie die Wiedervernässung bewerkstelligt wird, und Lüken erklärt: Zunächst werden die Entwässerungsgräben verfüllt. Danach entstehen Polder in einer Größe von fünf bis zehn Hektar, die den Stand des Niederschlagswassers regelbar machen. Ein sehr hoher Wasserstand ist Voraussetzung für die Wiederansiedlung der Torfmoose (Sphagnum) und anderer charakteristischer Pflanzenarten. „Gleichzeitig ist der hohe Wasserstand das beste Mittel gegen den unerwünschten Birkenbewuchs“, weiß der Gästeführer. Er kennt sich in der Dose aus wie in seiner eigenen Westentasche, denn das Moor ist seit über 20 Jahren auch Lükens Arbeitsplatz als Maschinenführer bei Klasmann-Deilmann.,Weiter geht die Fahrt, und plötzlich ändert sich die Aussicht. In einem harten Bruch verschwindet das Grün mit den weißen Tupfen von Wollgras. Monotones Braun beherrscht das Bild. Bagger- und Reifenspuren großer, schwerer Maschinen sind die einzige Ablenkung für das Auge – neben einem großen weißen Findling und dem blauen Himmel. Hier lässt sich erahnen, wie tief der Moorboden reicht: „Acht Meter und mehr“, informiert Lüken.,Zur Verdeutlichung nimmt er nun zwei Stücke Torf in die Hand, eines etwas heller als das andere. Zunächst wurde hier Weißtorf gestochen, der als Einstreu in den Ställen Verwendung fand. Der darunter liegende Schwarztorf war in der waldarmen Gegend ein begehrtes Heizmaterial. In einigen großen Werken in der Gegend wurde der Torf auch verkokst oder, wenn auch noch selten für Filteranlagen gebraucht.,Größtenteils ist das Geschichte. Heute entstehen in den Fertigungshallen und Laboren des Torfverarbeiters Klasmann-Deilmann hoch spezialisierte Produkte. Da der Moorboden nahezu keimfrei ist, eignet er sich gut für den gewerblichen Gartenbau. Nährstoffe sind von Natur aus kaum vorhanden und werden erst in unterschiedlichen Mengen und Qualitäten beigefügt. „So lässt sich das Wachstum von Kulturpflanzen wie Salat sehr genau steuern“, erklärt der Gästeführer. Wieder am Startpunkt angekommen, fischt Lüken eine Handvoll Torfmoos aus dem trüben Wasser, wringt und schüttelt es aus, wie nasse Wäsche. Das hellgrüne Moos kann 90 Prozent seines Eigengewichtes an Wasser speichern. Es wächst recht langsam. Durch den Vertorfungsprozess erhöhe sich das Moor etwa einen Millimeter im Jahr.,,Lüken verabschiedet seine Gäste und verrät zum Schluss noch ein Geheimnis: „Ich werde oft gefragt, ob es nicht schrecklich eintönig ist, im Moor zu arbeiten. Ich antworte dann immer, dass ich die Freiheit liebe. Hier draußen stehen die Kollegen und ich nämlich nicht so unter Kontrolle,“ und mit einem spitzbübischen Lächeln fügt er schnell hinzu: „Fleißig sind wir natürlich trotzdem.“

Quelle: Kirchenbote, Kirchenzeitung in der Schule, 17. Mai 2009

Kiewitt! Kiewitt! - er fühlt sich wohl

Interessierte Beobachter: Lena schaut durchs Fernglas, Sven nimmt das Spektiv, in der Mitte Vogelkundler Theo Lüken. Foto: Karl-Heinz Augustin

Papenburg. Auf den Spuren,seltener Sumpfvögel und Wiesenvögel,begab sich die Klasse 5H1 der Michaelschule Papenburg. Bei einem Landwirt in Papenburg ist eine Kiebitzfamilie, zu Gast – das Gelege auf dem
Acker muss großflächig,umfahren werden.

 

Die Klasse 5H1 der Michaelschule,Papenburg besuchte Wiesenvögel,in ihren Lebensräumen, nachdem, sie im Unterricht Vorwissen,über die vielen verschiedenen,Wiesenvögel erhalten hatte, zum,Beispiel über Kiebitz, Brachvogel,,Uferschnepfe, Austernfischer,oder Bekassine. Zunächst ging es,aber zu der eigenen Sammlung,der Michaelschule. Hier drängten,sich alle um die verschiedenen,Vitrinen herum und betrachteten,die ausgestopften Vögel. Dabei,fielen vor allem die großen Unterschiede,in Größe, Körperbau, Schnabelform und Farbe auf.,Anschließend fuhren die Schüler,mit ihrem Lehrer Karl-Heinz Augustin zu verschiedenen Exkursionen,ins Moor, ins Feuchtwiesengebiet,der Leher Wiesen, und über die Äcker von Bauer,Kurt Nee. Ausgerüstet war jeder,mit einem Fernglas und Stiefeln.,Wenn man einem Kiebitznest, zu nahe kam, flogen die Kiebitze,knapp über die Köpfe hinweg,und versuchten die Schüler,zu vertreiben. Lena duckte sich, schon sehr früh, damit sie nicht,erwischt wurde. Das war schon,sehr spannend, wie dicht die Vögel,geflogen kamen.,Ganz ruhig mussten alle sein,,um die verschiedenen Rufe zu,hören und unterscheiden zu können.,Die Bekassine ist ein Vogel,den die meisten Schüler bisher noch nicht kannten. Sie wird,auch Meckerziege genannt, wegen,eines Geräusches beim Fliegen.,Der Kiebitz war leicht zu,erkennen, weil er seinen Namen,ruft und in der Luft so schaukelt. Mit der 20-fachen Vergrößerung,des Spektivs waren die Vögel,auch aus größerer Entfernung,heranzuholen. Mike staunte, wie groß der Brachvogel in Wirklichkeit,ist. Mit seinem riesigen,Schnabel stocherte der Brachvogel,im Boden nach Fressbarem,herum.,Eine Uferschnepfe,namens Greta,Auffällig war die Uferschnepfe,,die im Plattdeutschen „Greta“ genannt,wird. So ruft sie auch recht,laut. Mit ihrem leuchtend roten,Hals war sie recht leicht zu bestimmen. Dass es im Moor nicht ungefährlich,ist, musste Sven erkennen,der Lust hatte, die Wege zu,verlassen, dann aber bis zu den,Knien einsackte. Doch insgesamt,war es etwas Spannendes und,Neues, was viele Schüler vorher,noch nicht kannten.,In der Schule wurde das Thema,noch einmal abschließend behandelt.,Dabei bedauerten viele,Schüler, dass die meisten Vögel,,die sie gesehen hatten, bedroht, oder sogar sehr bedroht sind. Damit,sie erhalten bleiben, müsse unbedingt noch mehr getan werden,
war die Meinung aller. Kontakt: Nabu Emsland, Telefon 0 49 61/7 18 52

Ein Kiebitz fliegt über den Acker von Landwirt Kurt Nee. Die Vögel fühlen sich dort offenkundig wohl.
Der Kiebitz ist gut an seinem Nackenschopf am Kopf zu erkennen. Foto: Manfred Trzoska

Original-Bericht aus dem Kirchenboten zum Downloaden

Kiewitt_Kirchenbote_170509.pdf
PDF-Dokument [3.5 MB]

Quelle: Sonntags-Report, 16. März 2008

Hochzeitsmarsch in den Eimer

Krötenwanderung beginnt / Zäune schützen vor Tod auf der Straße

Imke Augustin vom NABU Papenburg stellt den Zaun auf.

Papenburg (aj) Langsam erwacht die Natur aus dem Winterschlaf. An Büschen und Bäumen ist ein erstes zartes Grün zu erkennen. Die Vögel zwitschern und bereiten ihre Nester für den anstehenden Nachwuchs vor. Einige Insekten summen schon wieder durch die Luft. Da lassen auch die Amphibien nicht lange auf sich warten. Aufgrund des milden Winters und der für diese Jahreszeit warmen Witterung machen sie sich bereits jetzt auf den Weg zu ihren Laichplätzen in den hiesigen Gewässern – die Krötenwanderung hat begonnen.,In den kommenden rund drei Wochen überqueren auf ihrem Weg zum geeigneten Fortpflanzungsplatz tausende Kröten die Straßen im Emsland. Leider bleibt dabei Jahr für Jahr eine nicht unerhebliche Anzahl der glitschigen grünbraunen Gesellen auf der Strecke.,Um diese grausame Bilanz abzumildern, hat es sich die Papenburger Ortsgruppe des Naturschutzbundes (NABU) zur Aufgabe gemacht, die Kröten zu beschützen. „Entlang der Emdener Straße, Zur Bölte und Falkenstiege stellen wir an den uns bekannten kritischen Stellen Zäune auf“, erklärt Karl-Heinz Augustin.,„Das sind insgesamt etwa 1.000 Meter.“ Auf ihrem Weg werden die Kröten – die übrigens immer im Doppelpack unterwegs sind, denn die Weibchen tragen die kleineren Männchen auf ihrem Rücken – von den engmaschigen Zäunen gestoppt. In ihrem Bemühen, sich einen Weg zu bahnen, landen sie früher oder später in einem der in einem Abstand von etwa 20 Metern eingegrabenen Eimern. Diese werden in regelmäßigen Intervallen kontrolliert. Augustin: „Wir bringen die Kröten dann sicher an ihr Ziel.“ Rund 5.000 glücklichen Amphibien haben Karl-Heinz Augustin und seine Kollegen auf diese Weise im vergangenen Jahr das Leben gerettet.

Kröten im Doppelpack: Die Weibchen tragen die kleineren Männchen auf dem Rücken zu den Gewässern.

Quelle: Sonntags-Report, 13. Januar 2008

„Alte Bäume werden nicht geschätzt"

Papenburg (sr) „Große alte,Bäume werden in Papenburg nicht geschätzt. Großflächig wurde ihnen in der Vergangenheit immer wieder die Existenz genommen“ mahnt der Naturschutzbund (NABU),– Naturschutzgruppe Unterems,,in einer aktuellen Pressemitteilung an.,Die NABU/BSH (Biologische Schutzgemeinschaft Hunte/Weser-Ems) Gruppe Papenburg weist in diesem Zusammenhang auf Abholzaktionen die Erstellung des Baugebietes Feilings Goarden oder die Abholzung des Gebietes zwischen Friesen- und Wichernstraße hin. Immer wieder waren gerade große alte Bäume die Opfer die scheinbar immer ungünstig standen. Ein aktuelles trauriges Beispiel ist der Bau des neuen orangefarbenen OBI. Hier verschwanden viele fast hundertjährige Buchen, Eichen, Kastanien. Der größte Baum war die geschätzte 200-jährige Blutbuche, so Karl-,Heinz Augustin, BSH-Vorsitzender. Diese Woche erfolgte die nächste Abholzaktion auf dem,10.000 Quadratmeter großen alten Wasserwerk-Gelände,(Jugendzentrum). Die neuen Eigentümer Wiro GmbH (Tankstelle) und ATU (Autoteile Unger) sollten angeblich auf freiwilliger Basis einen Teil der Bäume in die Parkplatzgestaltung und Grundstücksbegrenzung mit einbeziehen. Ergebnis aber ist ein radikaler Kahlschlag ohne Rücksich auf die Natur.„So kann es nicht weitergehen“, so die Umweltschützer.

Quelle: Ems-Zeitung, 2. Januar 2008

Ein Magnet für Vögel - Im Garten von Dieter Liebich herrscht die ordnende Hand eines Naturliebhabers

Von Hermann Hinrichs Lathen/Bockhorst. Am Himmel war nur noch die kleine Silhouette eines Vogels zu erkennen. Da hatte Dieter Liebich aber schon längst erkannt, wer sich da gerade aus dem Staub machte, als er seinen Garten betrat: „Das war ein Sperber.“ Und der war nicht ohne Grund im Garten des Latheners. Der Greifvogel hatte es auf Beute abgesehen, denn hier wimmelt es nur so von Singvögeln wie der kleinen Kohlmeise.

 

Dass dieser Garten wie ein Magnet auf Vögel wirkt, ist kein Wunder, denn Dieter Liebich hegt und pflegt das Areal hinter seinem Haus mit viel Liebe und ganz im Sinne der Natur. Hier herrscht aber kein Wildwuchs, sondern die ordnende Hand eines Naturliebhabers und Vogelfreundes. „Im Sommer ist hier alles am Blühen und dicht bewachsen“, erzählt er. Kleine Wege schlängeln sich zwischen Teichen, Klettergerüsten für Hortensien und dem großen Treibhaus hindurch. An vielen Stellen hat Dieter Liebich, der auch im Naturschutzbund (NABU) aktiv ist, Vogelhäuschen angebracht. Auf eines ist er besonders Stolz. „Hier brütet jedes Jahr die Mönchsgrasmücke“, nennt er den Grund dafür. Unterschlupf finden bei ihm aber auch beispielsweise das Rotkehlchen, der Zaunkönig, die Heckenbraunelle und die Singdrossel. Das nicht nur wegen der Vogelhäuschen und einer Futterstelle, sondern vor allem wegen der vielen heimischen Sträucher, die er in seinem Garten angepflanzt hat. Bestes Beispiel ist die Nachtkerze. Die abgestorbene Pflanze mit ihren Schoten lässt er absichtlich stehen. „Der Stieglitz holt sich die Samen. Er pickt so lange daran, bis er die Schote geöffnet hat“, berichtet er von seinen Beobachtungen. Die Früchte der Berberitze nehme sich indes besonders gerne das Rotkehlchen.,Damit Gärten ein Stück vogelfreundlicher werden, empfiehlt Dieter Liebich neben der Nachtkerze und der Berberitze die Anpflanzung weiterer heimischer Sträucher wie beispielsweise Wiesensalbei, Haselnuss und Schneeball. Doch auch hier gilt: Keine Regel ohne Ausnahme. „Der Schmetterlingsflieder, Buddleja genannt, ist der einzige Exot, den wir akzeptieren können.“ Dieser locke im Sommer viele Schmetterlinge an, die die Blüten des Strauches aufsuchen.,Dieter Liebich ist im Grunde sehr zufrieden mit dem Ergebnis seiner jahrelangen Arbeit. Doch eines kann er gar nicht verstehen: Das seit Jahren weder Rauch- noch Mehlschwalben in seinem Garten brüten. „Im ganzen Wohngebiet gibt es im Sommer keine Schwalben mehr“, trauert er den blitzschnellen Fliegern hinterher.,Akribisch führt er Buch über die Vögel, die in seinem Garten brüten. Eine kleine Sensation hatte er 1987 in seiner Mappe zu verzeichnen. Damals brütete in seinem Garten ein sogenannter Wendehals. „Das ist ein reiner Ameisenfresser“, klärt Liebich auf, der den Wendehals aber nur einmal zu Gast in seinem preisgekrönten Garten hatte. 2004bekam er bei einem Wettbewerb des Emsländischen Heimatbundes für Naturgärten eine Auszeichnung.Für Theodor Lüken aus Bockhorst wäre es schon was, wenn jeder Gartenbesitzer nur eine Ecke naturnah belassen würde. Der Vorsitzende des Naturschutzbundes Emsland-Nord weiß, dass die Fütterung von Vögeln durchaus kontrovers diskutiert wird. Er vertritt die Meinung, dass bei Notzeiten, wie einer geschlossenen Schneedecke oder Frost, durch Zufüttern das dann schrumpfende Nahrungsangebot wieder etwas ausgeglichen werden darf.,„Ich hänge Meisenknödel in die Bäume und streue Körnerfutter einfach ins Gelände“, berichtet er. Als Futterstellen =indes sollten heutzutage sogenannte Silos dienen. Auf jeden Fall sollte darauf geachtet werden, dass Futterstellen sauber gehalten werden. Was gar nicht zu den erlaubten Futtermitteln zähle sind Essensreste und Brot. Speziell für die Insektenfresser unter den Vögeln biete es sich an, im Garten Bereiche zu schaffen, in denen Insekten daheim sind. Das kann ein naturnaher Bereich des Gartens sein oder auch an Hauswänden rankendes Efeu. „Da ist immer was drin“, so Lüken. 

Quelle: Ems-Zeitung, 16. Februar 2007

Kampf um jedes Küken

Goldregenpfeifer sind schon komische Vögel. Wo andere Piepmätze kaum einmal Rast machen würden, da lassen sie sich nieder. Und zwar nur da. Auf trockenen Torf legen die seltensten Brutvögel Deutschlands ihr Gelege, dort wo das Goldregenpfeiferauge so weit reicht, wie es nur geht. Marsmäßig.



Hermann Wreesmann und Axel Degen kennen die letzten Brutplätze des kleinen Vogels wie aus dem Effeff. Oft stapfen sie durch die endlos erscheinenden Torfabbauflächen der Esterweger Dose - auf der Suche nach ihren Schützlingen. So auch an diesem Tag im Mai 2006. Gemeinsam mit Gerd-Michael Heinze vom niedersächsischen Umweltministerium bahnen sich Wreesmann vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der Diplom-Biologe Degen ihren Weg durch peitschenden Regen. Dem scharfen Westwind bietet hier nichts Einhalt - kein Baum, kein Strauch, nur hier und da mal ein aufgeschütteter Wall aus trockenem Torf. Kilometerweit geht das so.

Torfabbaufirmen haben vor Jahrzehnten angefangen, die 5000 Hektar große Esterweger Dose zu entwässern und den in unvorstellbaren Massen vorhandenen schwarzbraunen Bodenschatz abzubauen. Sie haben Gräben gezogen, Rohre vergraben, Schienen verlegt - alles für den Torf.

Übrig ist im Kernbereich eine Fläche beinahe ohne Vegetation, nur hier und da wächst ein wenig Bentgras, mal ein paar zarte Heidepflanzen - hier trocknet Torf. Nur in älteren Entwässerungsgräben sprießen Torfmoose und blüht das Wollgras. Und ausgerechnet hierhin hat es den Goldregenpfeifer verschlagen, von dem es in Mitteleuropa im vergangenen Jahr noch ganze elf Brutpaare gab? Es scheint absurd.

Aber Wreesmann und Degen nicken. „Ursprünglich lebte der Goldregenpfeifer in den typischen Hochmooren der Region“, sagt Wreesmann. „Die Vegetation auf insgesamt zwei Millionen Hektar Moor war kaum knöchelhoch und bestand nur aus Glockenheide, Scheidigem Wollgras und offenen Moorschlenken mit Torfmoos. Das war ideal. Schafbeweidung und die damals übliche Moorbrandkultur sorgten dafür, dass die Vegetation kaum höher als 20 Zentimeter wurde.“

Ab 1850 habe der Mensch dann begonnen, die Moore zu kultivieren und damit den Lebensraum der Vögel zu zerstören. „100 Jahre später waren dann nur noch 30 bis 40 Paare des Goldregenpfeifers übrig - in der Diepholzer Moorniederung, dem Bourtanger Moor entlang der niederländischen Grenze und in der Esterweger Dose.“ Bereits seit den 1930 Jahren bemühten sich Wissenschaftler um den Erhalt des kaum taubengroßen Verwandten des Kiebitz.

„Niemand hätte aber damals darauf gewettet, dass der Goldregenpfeifer die Jahrtausendwende in Mitteleuropa erlebt“, erklärt der Biologe Degen. Nur in Skandinavien gab man ihm noch eine Chance. Und doch hat er es bis heute auch hier geschafft.“ Warum? „Weil er sich an die weiträumigen Torfabbauflächen angepasst hat.“

Die kleine Gruppe geht weiter in Richtung nirgendwo, eine Zeit lang einer Bahnschiene folgend, dann hinter einem Torfwall abbiegend. Axel Degen nimmt sein Handy zur Hand, wählt eine Nummer aus dem Speicher. „Wo sind die Vögel?“, fragt er dann. „Ihr seid ganz in der Nähe, bitte Vorsicht“ kommt die Antwort postwendend von jemandem, der die drei Männer zu sehen scheint. „Wir dürfen die Vögel auf keinen Fall stören“, sagt Degen. „Das Brutgeschäft ist bei diesem Wetter kritisch.“

Und dann, ein paar Dutzend Meter weiter, bleibt die Gruppe stehen, schaut durch die Ferngläser. Etwa 150 Meter entfernt ist ein kleiner Verschlag zu sehen, darin sitzt jemand und starrt immer auf eine Stelle im Moor. „Es ist einer der Leibwächter für die letzten Mohikaner“, sagt Wreesmann. „Studenten der Fachhochschule Osnabrück bewachen die Goldregenpfeifer zur Brutzeit rund um die Uhr.“ Mit ihnen ist Biologe Degen als Koordinator stets in Kontakt. Hermann Wreesmann starrt durch sein Fernglas. Regen rinnt ihm und seinen Mitstreitern in Strömen in den Nacken, es ist für Mai viel zu kalt, gefährlich für die empfindlichen Jungvögel. Nach ein paar Minuten hat Wreesmann leichte Bewegungen im Moor ausgemacht, und der Wind trägt ein weiches, manchmal ansteigendes „tlüh“ herüber, dann ein langsames Trillern. „Ist da was?“, fragt er. Degen bestätigt: „Ich kann sie auch sehen: Ein Elterntier mit drei Küken.“ Zufriedenheit ist zu spüren.

Näher ran will die Gruppe nicht gehen. „Das wäre nicht gut“, sagt Degen, und alle machen kehrt, stiefeln durch aufgeweichten Untergrund zurück zum Rand der Abbaufläche. Gelegenheit für Degen zu erklären, warum der Rund-um-die-Uhr-Schutz für die „Goldis“, wie die Naturschützer die Vögel der Kürze wegen (und wohl auch wegen des Wohlklangs) nennen, überhaupt notwendig ist. „Es gibt nur noch so wenige Tiere, dass wir uns keinen Verlust an Küken leisten können, wenn wir die Art in Mitteleuropa erhalten wollen. Sollte diese Population erlöschen, gibt es hier keinen Goldregenpfeifer mehr. Eine Wiederansiedelung wäre dann wohl unmöglich.“ 180000 Euro pro Jahr stellt das Land zur Verfügung, damit es nicht so weit kommt.

Das Motto lautet also: Kampf um jedes Küken - und das hat jede Menge Feinde. Paradoxerweise müssen die kleinen Nachwuchspfeifer zuallererst vor den Geräten geschützt werden, die ihnen das Überleben bisher ermöglicht haben: den Torfabbaumaschinen. „Wenn die hier über das Gelände fahren, können die Maschinenführer die kleinen Tiere kaum entdecken, und die Vögel selbst können nicht ausweichen“, sagt Degen. „Also suchen wir die Nester und bewachen sie - im Einvernehmen übrigens mit der Torfindustrie, die uns hier sehr unterstützt.“

Nicht gern gesehen ist auch Meister Reinecke. Der Rotfuchs nutzt Gelege von Bodenbrütern gerne, um sich den Magen zu füllen. Deshalb helfen die örtlichen Jäger, den vierbeinigen Räuber so kurz wie möglich zu halten. Auch aus der Luft drohen Gefahren: von Krähen, Bussarden, Weihen oder Falken. Ziehen sie ihre Bahnen, schreiten die Bewacher von der FH ein.

Nachdem 2003 in ganz Niedersachsen die Bestände eingebrochen und nur ein bis zwei Küken flügge geworden waren, verstärkte die Landesregierung vor allem in der Esterweger Dose die Schutzbemühungen. Elektrozäune und Schutzkörbe sichern nun die Gelege. Seitdem gab es keine Verluste mehr, die Zahl der Brutpaare in Niedersachsen stieg von drei auf sechs. Jahr für Jahr kamen mehr Goldregenpfeifer hoch - auf niedrigstem Niveau allerdings. 2006 überlebten von 15 geschlüpften Küken immerhin elf. Auch in den Gebieten Dalum-Wietmarscher Moor, Huvenhoopsmoor und Stellingsmoor (beide Landkreis Rotenburg/Wümme) konnten Reviere erfasst werden - gebrütet hat der Goldregenpfeifer aber ausschließlich in der Esterweger Dose. Im Dalumer Moor wollen die Naturschützer gemeinsam mit der Staatlichen Moorverwaltung den Lebensraum optimieren und so ein weiteres Standbein für den Goldi schaffen.

„Wir müssen es schaffen, die Art zu erhalten“, sagt Wreesmann. „Wir gehen davon aus, dass die Vögel anpassungsfähig sind und sich in einigen Jahren an renaturierte Moorflächen gewöhnen. Wenn das gelingt, wird der Goldregenpfeifer überleben.“ Und mit ihm die anderen Pflanzen und Tiere des Moores.

Original-Bericht aus der Ems-Zeitung zum Downloaden
Faszinatur_Godregenpfeifer.pdf
PDF-Dokument [289.0 KB]

Quelle: Ems-Zeitung, 22. September 2005

Naturschutzbund verbuchte Rekord beim Krötenschutz

Theodor Lüken ist neuer Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) Emsland-Nord. Er trat die Nachfolge von Markus Schumacher an, der die Regionalgruppe zuvor vier Jahre geführt hatte.



Auf der Mitgliederversammlung, die in Papenburg stattfand, wurden Manfred Trzoska im Amt des Schriftführers, Karl-Heinz Augustinals zweiter Vorsitzender und Manfred Börger als Kassenwart bestätigt. Neu im Führungsgremium ist Imke Augustin als Pressewartin.

Bei einem Rückblick auf die Projekte der Nabu-Gruppe Emsland-Nord hob Karl-Heinz Augustin besonders die intensive Mitarbeit im '"'Arbeitskreis Feuchtwiesenschutz'"' hervor. Ein Schwerpunkt dieser Aktivitäten liege in der Gemarkung Bockhorst am westlichen Rand der Esterweger Dose. Diese Flächen gehörten zum Grünlandgürtel rund um das Schutzgebiet und seien wichtig als Nahrungsareal speziell für den Goldregenpfeiffer. Aber auch andere Wiesenvögel wie Brachvogel, Austernfischer, Bekassine und Kiebitz hätten Ornithologen dort beobachtet.

'"'Beim Schutz der Wiesenvögel ist es besonders schwierig, die Verbuschung der Flächen zu verhindern'"', fügte Gerd Middendorf an. Um das Zuwachsen der Grünlandflächen durch Büsche und Bäume zu verhindern, setzten die Mitglieder des Nabu eine Galloway-Shorthorn-Mutterkuhherde mit etwa 25 Tieren ein. Seit 15 Jahren würden zwölf Hektar Grünland extensiv beweidet, die für den Naturschutz wichtig seien. So könne die Verbuschung der Wiesen verhindert werden und der Lebensraum für die Wiesenvögel bleibe erhalten.

Im ehemaligen Moorkomplex liegen die Gelege des am Boden brütenden Goldregenpfeifers. 2005 beobachteten die Naturschützer in diesem Gebiet vier Brutpaare und ihre Jungen. '"'Vor zehn Jahren waren es noch etwa zehn Brutpaare'"', stellte Lüken fest. Da die Naturschützer die Vögel beringten, könnten viele Informationen über diese Tiere gesammelt werden.

Als ausgesprochen gut bezeichnete Lüken die Zusammenarbeit der Naturschutzgruppe mit den Torfabbau-Unternehmen in der Region. Bis zum Jahre 2038 werde im geplanten Naturschutzgebiet Esterweger Dose noch Torf abgebaut. Besuchern werde die Esterweger Dose von den Nabu-Mitgliedern bei Lorenfahrten und Führungen erklärt. Interessantes über die heimische Vogelwelt sei bei Vogelstimmenexkursionen zu erfahren.

Einen Rekord verbuchten die Naturschützer eigenen Angaben zufolge in diesem Jahr beim Kröten-Schutzprogramm. Über 1000 Erdkröten wurden zwischen März und April sicher über die Bülte und die Emdener Straße in Papenburg gebracht. Unter den fleißigen Krötensammlern waren auch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Papenburg. '"'Vermutlich waren es diesmal so viele Tiere, die gerettet werden konnten, weil wir vom Nabu neue Krötenzäune gekauft haben'"', meinte Augustin.

Quelle: Meppener Tagespost 26. Oktober 2001

NABU gründet eigene Ortsgruppe in Papenburg

Bei der Gründung der Ortsgruppe Emsland Nord des Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Papenburg herrschte Aufbruchstimmung im Vereinslokal Hilde Doeden. ,,Gerade auch die geplante enge Kooperation mit bestehenden Organisationen", so der frischgebackene NABU-Vorsitzende Markus Schumacher, ,,stellt den Naturschutz in unserer Region auf breite Füße." So seien bereits Kontakte mit der BSH-Naturschutzgruppe Unterems aufgenommen worden.



,,Wir wollen mit der engen Zusammenarbeit dem Ökologiegedanken im nördlichen Emsland mehr Schlagkraft verleihen.", mit diesen Worten begrüßte auch der Vorsitzende der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems (BSH), Karl-Heinz Augustin, die Gründung des NABU-Ortsverbandes im nördlichen Emsland. Im Rahmen der Versammlung des gemeinnützigen Vereins wurde einstimmig Markus Schumacher zum ersten Vorsitzenden gewählt. 2.Vorsitzender ist Gottfried Sandmann. Die Aufgaben des Schriftführers übernimmt Manfred Trzoska, und Manfred Börger zeichnet als Kassenwart Verantwortung. Den NABU gibt es bereits seit 100 Jahren. Der Naturschutzverband macht sich für einen umfassenden Natur- und Umweltschutz stark. Mit rund 50.000 Mitgliedern ist der Naturschutzbund in Niedersachsen als bundesweit mitgliedstärkster Umweltverband verteten. Markus Schumacher stellte einige inhaltliche Schwerpunkte des zukünftigen Ortsverbandes besonders heraus. In der Rangfolge der politischen und gesellschaftlichen Ziele sei, so Schumacher, der Umweltschutzgedanke in den vergangenen Jahren etwas nach unten gerutscht. Jeder freue sich zwar im Urlaub über intakte Naturräume, das man auch etwas dafür tun müsse, werde aber oft verdrängt. ,,Unser Anliegen ist es, die Natur wieder mehr ins Gespräch zu bringen." merkte Manfred Börger an. Seit 1993 ist den Naturschutzverbänden per Gesetz die Wahrnehmung der Belange von Natur- und Landespflege anvertraut worden. Insbesondere gilt dies für die Mitwirkungsrechte an örtlichen Planungen und Bauvorhaben durch Stellungnahmen nach § 29 Bundesnaturschutzgesetz. Die neue NABU-Ortsgruppe möchte aber nicht nur reagierend, sondern auch aktiv in die Naturschutzpolitik eingreifen. Es gibt klare Vorstellungen, was beispielsweise die Entwicklung und Erhaltung schutzwürdiger Flächen und Gewässer angeht, verlautete in der Versammlung: ,,Wir wenden uns eindeutig gegen den geplanten Ausbau des Emsseitenkanals für die Schifffahrt. Dieser einzigartige Naturraum hat sich über Jahrzehnte entwickelt und muss erhalten bleiben." Schumacher weiter: ,,Wir werden eine ökologische Neubewertung dieser Gewässer mit ihren Uferbereichen anregen. Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie spielt hierbei eine wichtige Rolle."

Quelle: General-Anzeiger, 27. Dezember 2013

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