Esterweger Dose

Hochmoor- und Wiedervernässungsflächen

in der Esterweger Dose

 

Ansprechpartner:

Theo Lüken

Telefon 0 49 67 / 6 45

Die Esterweger Dose  -
ein Traum für Naturschützer!


Theo Lüken und Kalle Augustin sind begeistert. Bei ihren Beobachtungen und Kartierungen in der Esterweger Dose finden sie so ziemlich alles vor, was früher in den Feuchtwiesengebieten  und Mooren des nördlichen Emslandes  beinahe überall zu finden war und heute leider immer seltener anzutreffen ist: Brachvogel, Kiebitz, Rotschenkel, Wiesenpieper, Sandregenpfeifer, Flußregenpfeifer, Rohrammer usw.

"Ein Traum ist das und zugleich ein Pfund, was wir gar nicht hoch genug ansetzen können. Die Dose wird immer mehr zu der Attraktion im Nordwesten Deutschlands", da sind sich die beiden vollkommen einig.



 

Vorschläge für die Veränderung
des Naturraums nach der Abtorfung

Mitwirkung an Managmentplänen
"Jetzt haben wir die große Chance, an den Managementplänen mitzuwirken, die derzeit für das gesamte Gebeit einschließlich Kuhdammmoor und westlichem  Melmmoor erstellt werden sollen.
Die letzten Abtorfungen werden sich wahrscheinlich bis ins Jahr 2040 hinziehen.
Ab dann steht das Gebiet aber vollständig der Natur zur Verfügung und wird vor allem im Offenlandbereich von großer Bedeutung sein", erläutert Karl-Heinz Augustin die augenblickliche Situation.

 

Wasserhaushalt
Der Wasserhaushalt spielt bei den derzeitgen Überlegungen eine große Rolle.
"Moore benötigen nun einmal viel Wasser. Die oberste Zielsetzung muss daher sein, das Wasser möglichst lange in der Dose zu halten."
Wie dies gelingen kann, dazu habe man seitens der Naturschützer eine ganze Reihe von Vorschlägen erarbeitet.
Aber auch Trockenbereiche müsse es geben. Für Fluss- und Sandregenpfeifer, Brachvogel, Kiebitz und vielleicht sogar den Goldregenpfeifer müsse das Wasser so niedrig wie möglich gehalten werden.

 

Vielfalt
Ein weiterer Punkt sei die Vielfalt in der Esterweger Dose. Unterschiedliche Lebensräume für Insekten, Amphibien, Libellen, Kleintiere aller Art, Kreuzottern sowie gleichzeitig für die Pflanzenwelt: Heideflächen, Torfmoose aller Art, evtl. wieder Orchideen wie Waldhyazinthe  oder Geflecktes Knabenkraut - alles erfordert einen unterschiedlichen Wasserstand bzw. Trockenheit. Ein gutes  Wassermanagement sei letzendlich das alles Entscheidende.

 


Wer es genauer wissen möchte -
Hier die Zusammenstellung der von Seiten unserer Regionalverbände gemachten

Vorschläge für die Veränderung des Naturraumes nach der Abtorfung im Bereich der Esterweger Dose
als PDF-Datei zum Herunterladen:

Esterweger Dose Überlegungen 21.pdf
PDF-Dokument [437.7 KB]

FILMBERICHT:
NIEDERSACHSEN VON OBEN ESTERWEGER DOSE

30.06.2020 ∙
Hallo Niedersachsen ∙ NDR Niedersachsen

Die Esterweger Dose ist Niedersachsens größtes Torfabbaugebiet. Ab dem Jahr 2040 sollen die gesamten 5.000 Hektar allerdings renaturiert und wieder echtes Moor werden.

 

Luftaufnahmen der Esterweger Dose:
(Filmteam Papstein  -  Film- und Fernsehproduktion, Oldenburg)

Esterweger Dose als Naturschutzgebiet ausgewiesen

Größter Hochmoorkomplex in Niedersachsen – einzigartiger Naturraum

Den Goldregenpfeifer freut es besonders: Die Esterweger Dose – der größte Hochmoorkomplex in Niedersachsen – steht ab sofort unter Naturschutz. Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat das Gebiet jetzt als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das in den Gemeinden Saterland, Rhauderfehn und Ostrhauderfehn sowie der Samtgemeinde Nordhümmling gelegene Naturschutzgebiet ist fast 4.800 Hektar groß. "Durch die Ausweisung als Naturschutzgebiet können wir diesen einzigartigen Naturraum sichern und schaffen gleichzeitig die Grundlage für die Weiterentwicklung nach Beendigung des auf einigen Flächen noch zeitlich befristet stattfindenden Torfabbaus", sagt Dirk Röckendorf, der beim NLWKN in Oldenburg im Geschäftsbereich Naturschutz arbeitet. Die Esterweger Dose ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes "Natura 2000" und ist sowohl als Gebiet nach der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie der EU (FFH-Gebiet) als auch als Vogelschutzgebiet geschützt. Der hochgradig gefährdete Goldregenpfeifer hat hier seine Heimat – es ist eines der letzten Vorkommen in Mitteleuropa. Zudem finden Zugvögel wie Kiebitz, Rotschenkel, Uferschnepfe und Großer Brachvogel sowie das Schwarzkehlchen hier ihre Brutplätze. Die Verordnung ist bei den Gemeinden Saterland, Rhauderfehn und Ostrhauderfehn sowie der Samtgemeinde Nordhümmling oder beim NLWKN in Oldenburg (Ratsherr-Schulze-Straße 10) nachzulesen. (Quelle: NLWKN.niedersachsen.de)

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