Aktion „Nistkästen bei Naschke“
Vielfältiges Angebot an Nisthilfen für Höhlenbrüter und Halbhöhlenbrüter

Die AG der Naturschutzgruppen im nördlichen Emsland/ südlichen Ostfriesland von NABU, BSH und BUND lädt für kommenden Sonntag, den 10.02.2019 von 14.00 – 17.00 Uhr zu einem groß angelegten Nistkastenverkauf in Naschkes Garten am Mittelkanal links 63 ein.

Fleißige Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft  haben in den vergangenen Wochen aus Fichten- und Tannenholzbrettern weit über 100 Nistkästen gebaut. Angeboten werden zum einen Höhlenbrüter-Kästen mit verschiedenen Einschlupflochgrößen z.B. für Meisen, Haus- und Feldsperling, Star oder Gartenrotschwanz. Zum anderen können aber auch Halbhöhlenkästen für z.B. Hausrotschwanz, Rotkehlchen oder Grauschnäpper erworben werden.
Darüber hinaus gehören auch  Schwalben-Nisthilfen, Baumläufer-Nistkästen und Fledermauskästen zum umfangreichen Angebot der Naturschutzgruppen.

„Jeder kann, wenn er möchte, etwas für die bunte Vielfalt der Vogelwelt in unseren Gärten tun“, sagt Karl-Heinz Augustin als Sprecher der Naturschutzgruppen dazu. „Gerade in der heutigen Zeit, in der viele Gärten zu Stein- und Schotterwüsten verkommen, ist Vogelschutz eine ganz wichtige Sache. Was unseren Vögeln hilft, nützt der gesamten Natur.“

Es  werden am Sonntagnachmittag aber nicht nur Nistkästen zum Verkauf angeboten, vielmehr gibt es auch eine Ausstellung zum Thema „Gartenvögel“ und es werden dazu Filme gezeigt, die in Papenburger Gärten aufgenommen wurden. Darüber hinaus gibt es ein großes Angebot an Informationsmaterial, das dem Einzelnen wieder „Lust auf Garten“ machen soll, wie eine der zahlreichen Broschüren verheißt, die man sich mit nach Hause nehmen darf. Alle Angebote werden in der Scheune in Naschkes Garten für die Besucher bereitgehalten.

„Naturschutz  kann nur funktionieren, wenn jeder Einzelne begreift, dass auch er gefordert ist und seinen Beitrag dazu leisten muss. Wir wollen zeigen, dass dies ohne allzu großen Aufwand möglich ist. Ein naturnaher Garten lässt sich durch die richtige Auswahl der Pflanzen mit wenig Pflegeaufwand  betreiben und kann zu einem Paradies für Vögel und Insekten werden“, so noch einmal Karl-Heinz Augustin von der AG der Naturschutzgruppen im nördlichen Emsland/südlichen Ostfriesland.

Artenvielfalt auch im nördlichen Emsland stark bedroht!

Trend entgegenwirken: Jahresprogramm der Naturschutzgruppen bietet zahlreiche Mitmachmöglichkeiten! 

Anlässlich der  Jahreshauptversammlung von BSH (Biologische Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems) und Nabu (Naturschutzbund Deutschland)  wurde den Mitgliedern der AG der Naturschutzgruppen  im nördlichen Emsland/südlichen Ostfriesland ein umfangreiches Jahresprogramm 2019 präsentiert, das zahlreiche Mitmachmöglichkeiten für alle Interessierten bietet.
Wie der Vorsitzende der Veranstaltung, Karl-Heinz Augustin, zunächst feststellte, sei bei den Vögeln der Agrarlandschaften auch im nördlichen Emsland inzwischen ein dramatischer Rückgang feststellbar. Der erhebliche Verlust von ökologischen Rückzugsräumen und artenreichem Grünland  gehörten dabei zu den wichtigsten Ursachen.  Seit Jahren gehe die biologische Vielfalt insgesamt deutlich zurück, sowohl in der freien Landschaft als auch im Siedlungsbereich. Hier  seien  die zunehmende Flächenversiegelung, der Einsatz nicht heimischer Pflanzen  sowie die Anlage steriler Grünflächen als Ursache zu nennen.
Mit einem umfangreichen Jahresprogramm wolle man dem derzeitigen Negativtrend entgegenwirken, die Menschen vor Ort wieder mehr für Natur und Umwelt sensibilisieren und zum Mitmachen beim Naturschutz anregen.
Der Start ins neue Jahr sei bereits mit der „Stunde der Wintervögel“ erfolgt, bei der zahlreiche Teilnehmer  eine Stunde lang Vögel am Futterhäuschen, im Garten oder auf dem Balkon gezählt und dem Nabu gemeldet hätten.
Mit einem großen Nistkastenverkauf am Sonntag, den 10. Februar von 14 – 17 Uhr werde das Programm fortgesetzt.  Insgesamt über 100 von Mitgliedern selbst gefertigte Nistkästen für Vogelarten wie Meise, Star, Haussperling, Baumläufer, Gartenrotschwanz und Schwalbe würden dabei zum Verkauf in Naschkes Garten am Mittelkanal links 63 angeboten.  Auch auf dem Wochenmarkt am 15. Februar könne man noch einmal Nistkästen und auch Fledermauskästen erwerben.
Ein weiteres Highlight im  Jahresprogramm sei  die für den März geplante Aktion „Kröten über die Straße helfen“ an der Emdener Str./Bülte in Aschendorf, an der sich freiwillige Helfer aktiv beteiligen können.  Da die Krötenwanderung witterungsabhängig sei, könne man hier jedoch noch keine genauen Termine nennen. Diese würden kurzfristig bekannt gegeben unter www.nabu-emsland-nord.de

Im April finde eine Radtour im Westoverledinger Hammrich statt, für den Juni sei eine Abendwanderung im Moor an der Birkenallee geplant und im Juli wolle man eine weitere Moorwanderung am Rande des Naturschutzgebietes der Esterweger Dose durchführen.

An der in diesem Jahr stattfindenden Blumenschau werde sich die AG der Naturschutzgruppen im Rahmen des geplanten Bildungsprogramms Ende Juli/Anfang August mit mehreren Programmpunkten beteiligen. Ebenso sei  eine Beteiligung am Mühlenmarkt im Juni sowie am Bauernmarkt im September vorgesehen. Und auch die „Batnight im Stadtpark“ Ende August werde es in diesem Jahr wieder geben.
Neben den  beiden Terminen   „Offene Tür in Befis NaturGarten“  im Juni und im September werde vor allem auch der „Apfeltag in Naschkes Garten“ wiederholt, der im vergangenen Jahr auf sehr große Resonanz gestoßen war. Fast 400 Besucher hatten die Gelegenheit genutzt, um sich rund um den Apfel zu informieren.
 Neu im Programm seien 4 Veranstaltungen zum Thema „Wildkräuter“. Hier habe die Naturschutz-AG mit Anna Theresia Husmann eine Referentin gefunden, die den Teilnehmern  zeigen könne, wie sich der Speiseplan durch Wildkräuter bereichern lasse und wie diese auch als Heilkräuter für uns wirksam werden können.
Zum Schluss sei sicherlich auch sehr interessant ein  Lichtbildvortrag im November mit dem Titel „Naturwunder Hammrich – rechts und links der Ems“, der noch einmal die Schönheiten einer Landschaft  zeige, die es zu erhalten gelte.

Das vollständige Jahresprogramm der Naturschutzgruppen mit ausführlichen Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen könne unter www.nabu-emsland-nord.de eingesehen werden. Hier seien auch alle Kontaktadressen für eine Anmeldung zu den einzelnen Programmpunkten agegeben.

Erster Apfeltag in Naschkes Garten an diesem Samstag
Naturschutzgruppen bieten vielfältiges und abwechslungsreiches Programm

Die Arbeitsgemeinschaft der Naturschutzverbände BSH, Nabu und BUND  im nördl. Emsland/ südl. Ostfriesland lädt am Samstag, den 20.10.2018 von 13.00 – 17.00 Uhr erstmalig zu einem Apfeltag in Naschkes Garten ein.

Besucher dieser Veranstaltung erwartet dabei ein vielfältiges und abwechslungsreiches  Programm.

Bereits im Vorfeld haben  Mitglieder der Naturschutzgruppen größere Mengen an Äpfeln  verschiedener alter Sorten auf den privaten Obstbaumwiesen von Petra Behnes  beim Gut Altenkamp in Aschendorf gepflückt. Die Äpfel dieser alten Sorten wurden kostenlos zur Verfügung gestellt und können von den  Besuchern am Samstagnachmittag am Probierstand geschmacklich miteinander verglichen werden. Ebenso kann der sortenrein daraus gewonnene Apfelsaft probiert werden. Zur Herstellung des Apfelsaftes  wurden  drei Saftpressen besorgt.  Besucher können sich am Pressen des Apfelsaftes auch selbst beteiligen und dazu sogar Äpfel aus dem eigenen Garten mitbringen.

Für die Veranstaltung konnten außerdem zwei Fachleute gewonnen werden, die sich mit ihrem Wissen in Bezug auf Apfelbäume zur Verfügung stellen.
Zum einen  handelt es sich dabei um den Pomologen Gerold Brüntjen aus Edewecht, einen Experten, der die von Besuchern mitgebrachten Apfelsorten kostenlos bestimmen wird. Wer dieses Angebot nutzen möchte, sollte  mindestens 4 Äpfel der entsprechenden Sorte und einen dazugehörigen Zweig mit Blättern mitbringen.
Zum anderen wird ein weiterer Experte, Valentin Geber aus Papenburg, den Besuchern das Veredeln bzw. das Pfropfen von Obstbäumen zeigen.

Apfelbäume (alte bzw. standortgemäße Sorten) der Firmen Borchers, Börgermoor und Brüntjen, Edewecht können direkt erworben werden.

Ab 14 Uhr gibt es dann  zum Selbstkostenpreis an der Kuchenausgabe leckeren Apfelkuchen sowie Kaffee und Tee  aus Fair-Trade-Produktion. Auch  Kaltgetränke  werden angeboten.

Für die Kinder werden derweil Spiele rund um den Apfel durchgeführt.

Wer sich an diesem Nachmittag darüber hinaus zu  anderen Themenbereichen informieren möchte,  kann auch das in ausreichendem Maße tun.  Die Naturschutzverbände haben dazu unter anderem eigene Ausstellungen zu den Themen  „Landwirtschaft im Wandel“ und „Extensive Gärten“ in Naschkes Garten am Mittelkanal aufgestellt.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung am Samstag konnten Mitglieder der Naturschutzgruppen Äpfel verschiedener alter Sorten auf dem Gelände der privaten Obstbaumwiesen am Gut Altenkamp in Aschendorf pflücken. Im Bild(von links nach rechts): Petra Behnes, Besitzerin der Obstbaumwiesen am Gut Altenkamp, Wolfram Höhn, Bernd Lorenz, Wolbert Schmitz und Heinz Giesen.

Gut besuchter Apfeltag in Naschkes Garten
Naturschutzgruppen bieten interessantes, abwechslungsreiches Programm

Das Wetter spielte mit am vergangenen Samstag und somit setzte bereits frühzeitig der Besucheransturm in Naschkes Garten ein. Am Ende zählte der Veranstalter des Apfeltages, die Arbeitsgemeinschaft der Naturschutzgruppen NABU, BSH und BUND im nördl. Emsland/südl. Ostfriesland, ca. 300 – 400 Besucher, die sich in allen möglichen Angelegenheiten rund um den Apfel informieren wollten.

Erwartungsgemäß den größten Ansturm erlebten dabei die für diesen Tag eingeladenen Experten. Eine große Zahl der  Gäste des Apfeltages hatte  zur Begutachtung durch den Pomologen Äpfel aus eigenem Garten mitgebracht, um zu erfahren, um welche Sorte es sich dabei jeweils handelt.  Geduldig reihte man sich in die Schlange der Wartenden ein. In vielen Fällen konnte die Sorte schnell ermittelt werden. Es gab jedoch auch Sorten, bei denen erst mehrere Fachbücher zu Rate gezogen werden mussten, bis schließlich mit Sicherheit gesagt werden konnte, welch seltene Apfelsorte sich dort im eigenen Garten verbirgt. „Manks Küchenapfel“ war eine dieser alten Sorten, deren Bestimmung längere Zeit in Anspruch nahm.
Ebenso umlagert war der Stand eines anderen Experten, der den Besuchern des Apfeltages das Pfropfen bzw. Veredeln von Apfelbäumen erklärte. Mit viel neuem Wissen konnten sich die Besucher hier eindecken.
Wer gerne einige alte Apfelsorten selbst einmal geschmacklich kennenlernen wollte, schaute am Probierstand vorbei und konnte dort u.a. die Sorten „Kaiser Wilhelm“, „Finkenwerder Herbstprinz“ oder auch „Stina Lohmann“ probieren, die es allesamt in Deutschland bereits seit dem 18. bzw. 19. Jahrhundert gibt. Der ausgezeichnete Geschmack dieser alten Apfelsorten wurde dabei einhellig gelobt.
Apfelsaft, aus verschiedenen Sorten frisch gepresst, wurde am Probierstand vor der Scheune zur Verkostung angeboten. Auch hier lautete das einstimmige Urteil der Besucher: einfach lecker!
Dass Streuobstwiesen einen wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen bieten und mit ihrer Arten- und Sortenvielfalt zu den Lebensräumen mit der höchsten biologischen Vielfalt in ganz Europa und Deutschland gehören, war für viele Besucher eine überraschende Information. Und dass alte Sorten standfester, robuster und nachweislich gesünder sind, überraschte ebenso.
Die Kinder hatten an diesem unterhaltsamen Nachmittag  vor allem Spaß an einer Reihe von Spielen rund um den Apfel, bei denen Apfelkönig Jonas und Apfelkönigin Enna als Sieger ermittelt wurden.
Informationen über Fledermäuse und Bienen sowie Ausstellungen zu den Themen „Landwirtschaft im Wandel“ sowie „extensive Gärten“ rundeten das Gesamtbild ab.
Abschließend konnte man sich bei einer Tasse Kaffee oder Tee aus fairem Handel und einem oder auch mehreren Stücken Apfelkuchen in allen möglichen Variationen noch einmal über die neu erworbenen Kenntnisse austauschen. Auch von diesem Angebot wurde reichlich Gebrauch gemacht.

Interessiert verfolgen die Besucher des Apfeltages, wie der Pomologe Gerold Brüntjen aus Edewecht die mitgebrachten Äpfel begutachtet.

Der frisch gepresste Apfelsaft wird zum Probieren an die Besucher des Apfeltages verteilt.

Das Pfropfen bzw. Veredeln von Apfelbäumen erklärt Valentin Geber aus Papenburg den interessierten Zuschauern.

Fatale Fehlentwicklung: „Stein- und Schotterwüsten“ erobern die Vorgärten

AG  Naturschutz gibt Tipps für pflegeleichte, naturnahe Gärten

Als fatale Fehlentwicklung zulasten der Natur sieht die Arbeitsgemeinschaft der Naturschutzgruppen NABU, BSH und BUND im nördl. Emsland/südl. Ostfriesland den derzeitigen Trend, Vorgärten oder Randbereiche von Terrassen durch Steine zu versiegeln. Diese würden mit Vlies oder anderen Materialien unterlegt, damit kein Unkraut mehr sprießt.  Sie enthielten meist nur sehr wenige Pflanzen, die zudem den hiesigen Tieren kaum oder gar keine Nahrung bieten würden. Derartig angelegte Privatgärten seien mitverantwortlich für das Aussterben von Insekten, Bienen und Vögeln.

Gerade Vorgärten und kleine Grünflächen hätten aber eine besondere Bedeutung für die Artenvielfalt. Sie bildeten sogenannte „ökologische Trittsteine“ für Pflanzenarten, Insekten und Vögel, die auf der Suche nach Nahrung und Nistplätzen von Trittstein zu Trittstein wandern.

Steingärten würden häufig deshalb angelegt, weil man dadurch weniger Arbeit erwarte. Dies aber sei ein Trugschluss. Auch in Steingärten gebe es immer etwas zu tun. Blätter müssten abgesammelt werden, weil sich sonst in den Steinfugen Gräser und Pflanzen ansiedeln würden. Ebenso bilde sich Moos auf den Steinen, wenn diese nicht regelmäßig gereinigt würden. Ein Steingarten mache also auch viel Arbeit, es sei denn, man spritze Gift.

Ein naturnaher Garten würde allenfalls genauso viel oder sogar, durch Auswahl passender Bodendecker, weniger Arbeit machen.  Heimische Pflanzen bräuchten weniger Pflege als standortfremde Pflanzen, wie man sie häufig in Steingärten antreffe. Außerdem locken heimische Pflanzen Insekten, Schmetterlinge, Hummeln und Vögel in den Garten.

Es spreche im Übrigen nichts dagegen, auch Steine in die Gartengestaltung mit einzubeziehen. Es müsse nur richtig erfolgen. Angemessen angelegte Steingärten bestünden aus einem Mix von kleinen und größeren Steinen sowie standortgemäßen und trockenheitsverträglichen Pflanzen. Ein vielfältig gestalteter Steingarten könne durchaus artenreich sein.

Die Naturschutzgruppen appellieren daher eindringlich an alle Hauseigentümer, bei der Gestaltung ihrer Gartenanlagen auf Stein- und Schotterwüsten zu verzichten, die für die Natur einer Katastrophe gleichkommen.

 Wie ein pflegeleichter, naturnaher Garten aussehen könne, darüber informiere eine Ausstellung von NABU, BSH und BUND, die zurzeit im Papenburger Stadtpark besichtigt werden könne. Hier gebe es zahlreiche Tipps, Vorschläge und Anregungen hin zu einem Garten, der zum einen viel Freude bereite, zum anderen wenig Arbeit mache und darüber hinaus viel für die Natur bringe.

Interview mit Ottmar Ilchmann

Interview mit Ottmar Ilchmann, Klostermoor, Nieders. Landesvorsitzender der ABL, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und stellvertretender Bundesvorsitzender, einer Interessenvertretung kleinerer und mittlerer bäuerlicher Betriebe mit ca. 2000 Mitgliedern bundesweit.

Keine Zukunft für unsere bäuerlichen Betriebe?

 

Ein Gespräch der Arbeitsgemeinschaft Naturschutzverbände Unterems (BSH, Nabu, BUND) mit Ottmar Ilchmann, Klostermoor, Nieders. Landesvorsitzender der ABL, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und stellvertretender Bundesvorsitzender, einer Interessenvertretung kleinerer und mittlerer bäuerlicher Betriebe mit ca. 2000 Mitgliedern bundesweit.

 

Hier geht es zum kompletten Interview.

Fahrt der Arbeitsgemeinschaft Ems an den Dümmer

Eine Uferschnepfe (Alle Bilder: Hartmut Vormfelde)

DÜMMER. Von Karl-Heinz-Augustin. Etwa 20 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Ems der Naturschutzverbände zusammen mit einigen Landwirten machten eine Exkursion zum Dümmer, um hier evtl. Ideen und Anregungen für die naturgemäße Entwicklung an der Ems zu bekommen. Der erste Aufenthalt galt Landwirt Joachim Schmedt. Dieser hat sich nach seinen Worten den Herausforderungen der großen Feuchtwiesengebiete an seinem Betrieb gestellt. Schon in den 90iger Jahren pachtete er Hunderte der extensiven Weiden und Wiesen. Heute züchtet er 80 Mutterkühe der Rasse Deutsch-Angus. Mit Nachzucht und zusätzlichem Pensionsvieh grasen ca. 200 seiner Tiere im Bereich des Ochsenmoores. Dabei betonte er in seinem Vortrag, dass er ohne die staatlichen Zuschüsse seitens der EU, die er alle passgenau nutzt, diese Arbeit nicht machen könnte.
Die Wiesenvogelpopulation hat sich seit den 90iger Jahren stabilisiert und wächst kontinuierlich. Uferschnepfe, Brachvogel,  Bekassine, Kiebitz oder Austernfischer, alle gefährdeten Arten haben in den Sommermonaten eine stabile Heimat. Aber auch die stark gefährdeten Fischadler und die Rohrdommeln fanden zum Dümmer zurück.
Natürlich ging dies nur mit einer Menge Geld. Etwa 60 Mio sind seit den 90iger Jahren in den Ankauf von Flächen oder die gesamte Organisation geflossen. Eine große Zahl von Mitarbeitern kartieren die Bestände und stimmen mit den Landwirten passgenau die Pflege der Flächen ab.
Unser Leitgedanke für die Exkursion war, ob die Dümmerregion Modell für die Entwicklung der Feuchtwiesengebiete an der Ems von etwa Dörpen bis Emden sein könnten. Der Masterplan Ems als Hebel soll die Entwicklung in die richtige Richtung voranbringen. Vor allem die finanziellen Unterstützungen könnten den Weg bereiten sowie die Errichtung der Naturschutzstation Ems als Motor für diese Arbeit dienen. Wichtig ist dabei eine enge Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichem und öffentlichem Naturschutz. Gerade wir Mitglieder der Verbände verfügen in der Regel über eine profunde Artenkenntnis und wissen sehr genau, wo die Tier- und Vogelwelt sich aufhält und die seltenen Pflanzen noch zu finden sind.

 

Hunderte von Kröten gerettet!

PAPENBURG. Von Karl-Heinz-Augustin. Über 2000 Kröten wurden von den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft BSH/ NABU innerhalb von 3 Wochen in Eimern über die Straße getragen. Allein an einem Tag befanden sich über 400 Kröten in den Eimern, die morgens und abends geleert wurden. Die Straßen sind das Teilstück Emsseitenkanal an der Emdener Straße Richtung Aschendorf und der ca. 250 m lange Bereich an der Bülte. Beide befinden sich im Ortsteil Papenburg-Aschendorf. Hunderte von Kröten wären sicherlich von den Autos zu Tode gequetscht worden. Beispiele an anderen Straßen machen dies sehr deutlich.
Wenn man bedenkt, dass unsere Regionalgruppen immer wieder im Frühjahr diese Rettungsaktionen durchführt,  dafür auch sehr viel Geld für Krötenzäune ausgegeben haben, verdanken viele Tausende von Kröten den Mitgliedern der Naturschutzgruppen ihr Leben.

Krötenwanderung

PAPENBURG. Von Karl-Heinz-Augustin. Auch in diesem Jahr halfen die Mitglieder der AG  BSH/NABU-Vereine den Kröten über die Straßen. An der Emdener Straße und der Bülte in Papenburg wurden Krötenzäune aufgestellt, wo die Kröten in eingegrabene Eimer fallen und allmorgendlich von Helfern über die Straße getragen werden.

Nenndorfer Mörken

Das Nenndorfer Mörken ist ein ca. 30 ha großes Moorgebiet, das 1983 unter Naturschutz gestellt wurde. Es dient dem Erhalt seltener Moorpflanzen und der passenden Tierwelt.
Ursprünglich zum größten Teil ein offenes Moorgebiet mit nassen Feuchtwiesen, sind viele Bereiche heute zugewachsen. Hier setzten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft BSH/NABU in diesem Frühjahr mit Genehmigung der Naturschutzbehörden an und entkusselten wichtige Teilstücke, so dass wichtige Moorpflanzen hier wieder wachsen können. Gleichzeitig konnte der Wasserstand im gesamten Gebiet durch die Errichtung eines Stauwerkes erhöht werden.

 

Gemeinde Dörpen plant Waldrodung als Innenverdichtung

DÖRPEN. Von Karl-Heinz-Augustin. Die Gemeinde Dörpen plant in einem Waldgebiet mitten in Dörpen Parkplätze zu errichten. Dabei handelt es sich nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft BSH/NABU um einen besonders wertvollen Baumbestand. In den alten Bäumen wurden sehr viele Spechthöhlen gesichtet, die natürlich auch in der Regel als Quartiere für viele Fledermäuse diesen. Um Gewissheit zu bekommen, wird die Fledermaus-AG der Arbeitsgemeinschaft BSH/NABU im Sommer Kartierungen durchführen. Die UWG Dörpen wird dieses Thema im Rat der Gemeinde Dörpen zur Sprache bringen. Hier der Leserbrief, der auch an die Ems-Zeitung geschickt wurde. Vgl auch die Veröffentlichung in der EZ am 29.März 2016.

Der Leserbrief an die Ems-Zeitung:

 

Der UWG Fraktion des Dörpener Rates, Lena –Schulz Bender sowie Matthias Witte, waren sehr überrascht, als sie am Mittwoch in dem öffentlichen Teil der Ausschusssitzung für Landwirtschaft, Umwelt und Dorfgestaltung erfahren mussten, dass es Bestrebungen gibt, ein etwa 1 Hektar großes Waldstück im Zentrum von Dörpen hinter dem Schulzentrum zu Gunsten von 2 – 3 Bauplätzen sowie Parkplätzen zu roden. Die Planungen, welche von den anderen beiden Parteien bisher unterstützt werden, sollen sich auf einen über 40 Jahre alten Bebauungsplan beziehen.


Da die UWG diese Planungen ablehnen, haben sie 2 Experten zu einer Ortsbesichtigung eingeladen, mit der Bitte um Bewertung dieses Gebietes.
Matthias Witte( UWG) erklärte  Karl-Heinz Augustin, Vorsitzender der Biologischen Schutzgemeinschaft (BSH), Regionalverband Unterems und Wolbert Schmitz, Vorsitzender Naturschutzbund, Emsland Nord (NABU),  dass dieses Waldstück zu einem größeren zusammenhängenden  Waldbestand gehört, der charakteristisch für das Dörpener Ortsbild ist. Lena Schulz-Bender ergänzt, dass das Schulzentrum fantastisch in diesen Wald  eingebettet ist und doch wohl auch als Lärmschutz sowie Sauerstoffspender diene.


 Wolbert Schmitz , der auch Landschaftsgärtner ist, sagte nach der Begehung des Waldstücks: „Dieser Baumbestand des Mischwaldes, in der sich unter anderem eine 200 jährigen Eiche sowie Kiefern, welche bis zu 140 Jahre alt sind, gehört zur grünen Lunge Dörpens und stellt unter Gesichtspunkten des Naturschutzes einen hohen Wert dar.“ Karl Heinz Augustin bestätigt diese Einschätzung und erläutert:“ Diese alten bis uralten intakten Bäume weisen alte Spechthöhlen auf, welche von Spechten als Bruthöhlen,  aber vermutlich auch von Fledermäusen als Quartiere genutzt werden.“ In seinen weiteren Ausführungen erklärt er, dass er eine Fledermauszählung bzw. Kartierung durchführen wird. Das Unterholz des Mischwaldes ist wichtig, es diene zudem als Rückzugsort für Kleintiere.


Der alte Waldboden sowie die Strauchschicht bietet zudem eine Lebensgrundlage für viele Insekten, die wiederum als Nahrung für Singvögel, wie z.B. die Nachtigall sowie die von den  Anwohnern gesichteten Fledermäuse, Buntspechte, Käuzchen dienen.


Für die UWG-Fraktion ist es überhaupt nicht nachvollziehbar diesen Mischwald zu roden, welcher dann unwiderbringlich verloren ist, um 2 Grundstücke für den Gemeindehaushalt veräußern zu können.

Müllsammelaktion

Die fleißigen Helfer des NABU

PAPENBURG. Von Karl-Heinz-Augustin.Müllsammelaktion im Wald hinter der Werkstatt des St-Lukas-Heimes. Die Kinder- und Jugendgruppe der AG BSH, Regionalverband Unterems / NABU Emsland-Nord unterstützt von Erwachsenen desr Naturschutzverbände säuberten ein Waldstück, das in weiten Teilen noch seinen ursprünglichen Charakter behalten hat. Uralte Baumriesen von Eichen, Kiefern und anderen Bäumen prägen das Bild. Für die Mitglieder der Kinder- und Jugendgruppe der ideale Lernort, um die Geheimnisse der Natur kennen zu lernen.

Abholzmaßnahmen an den Straßen

EMSLAND/OSTFRIESLAND. Von Karl-Heinz-Augustin. Auch in diesem Jahr sind die Straßenmeistereien, Bauhöfe, etc. der Gemeinden, Städte, der öffentlichen Einrichtungen mit ihren sog. Pflegemaßnahmen an den Gemeinden-, Kreis-, Land- und Bundesstraßen übers Ziel hinausgeschossen. Abholzungen vor allem an Gemeindestraßen mit sehr breiten Straßenrändern waren oft vollkommen überflüssig. Wenn nicht in der weiten Flur Büsche und Bäume stehen bleiben dürfen, wo sonst?? Gerade die Insekten-  und Kleintierlebewelt ist auf diese Lebensräume absolut angewiesen, da im Außenbereich die Lebensgrundlagen immer mehr abnehmen. Reine Alleen zeigen nur die Verarmung der Landschaft!!!

Gehölzanpflanzungen nördlich       der Nordtangente

v. l. Wolbert Schmitz und Christian Cremer

FLACHSMEER. Von Christian Cremer. Arbeitseinsatz der NABU/BSH-Regionalgruppe Unterems am Samstag, 5. März 2016, am sogenannten „Weinberg“ in Flachsmeer: gute 2.000 Gehölz-pflanzen wurden von neun Erwachsenen und vier Kindern in guten drei Stunden verarbeitet, vor allem Weißdorn, Schlehe, Holunder und Hainbuche. Bei dem Gelände handelt es sich um eine Kompen- sationsfläche im Eigentum der Stadt Papenburg, die in Zusammenhang mit dem Baugebiet Kapitänsviertel und der Nordtangente als Ausgleich angelegt worden ist. Wegen der Eigenart des Geländes waren die damaligen Initialpflanzungen nicht in ausreichendem Maß gelungen, und die Anwohner klagten immer wieder über das hohe Diestelaufkommen und den Samenflug. Dem soll mit einer verdichteten Gehölzanpflanzung entscheidend entgegengewirkt werden. Im Anschluss an die Arbeiten stärkten sich die Fleißigen mit einer improvisierten Mahlzeit im Stehen: Kotelett mit Senf/Ketchup und alkoholfreie Getränke.

 

Weitere Bilder:

NABU Emsland Nord - 2016

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